Ein Musiker, ein Song und ein Abschied kurz vor Weihnachten
Es gibt Künstler, die begleiten einen unauffällig durchs Leben. Man merkt oft erst später, wie präsent sie eigentlich waren. Chris Rea gehört genau in diese Kategorie. Seine Musik war nie laut, nie aufdringlich. Sie war einfach da. Und gerade an Weihnachten war sie das Jahr für Jahr.
Dass Chris Rea ausgerechnet kurz vor Weihnachten gestorben ist, fühlt sich deshalb besonders an. Nicht dramatisch, eher still. So, wie seine Musik immer war.
Der Weihnachtssong, der keiner sein wollte
„Driving Home for Christmas“ ist kein klassischer Weihnachtssong. Kein Glockenspiel, kein Chor, keine großen Bilder. Es geht ums Unterwegssein, um Stau, Müdigkeit und diese ruhige Vorfreude, wenn man weiß, gleich zu Hause zu sein.
Entstanden ist der Song schon Anfang der 70er-Jahre, veröffentlicht wurde er erst 1988. Danach hat er sich langsam, fast unbemerkt, zu einem festen Bestandteil der Weihnachtszeit entwickelt. Vielleicht gerade deshalb, weil er nicht versucht, Weihnachten zu erklären oder zu feiern. Er beschreibt einfach einen Moment, den fast jeder kennt.
Jedes Jahr taucht der Song wieder auf. Im Auto, im Radio, im Hintergrund. Und jedes Jahr passt er genau dahin.
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Erfolg ohne großes Aufheben
Chris Rea war nie der Typ für große Gesten. Trotzdem war seine Karriere beeindruckend. Über 30 Millionen verkaufte Tonträger, zahlreiche erfolgreiche Alben in ganz Europa und eine Fangemeinde, die ihm über Jahrzehnte treu geblieben ist.

Musikalisch bewegte er sich zwischen Blues, Soft Rock und Roots Rock. Seine raue Stimme und die Slide-Gitarre waren unverkennbar. Während andere sich ständig neu erfinden mussten, blieb Rea bei sich. Das hat ihn vielleicht nie zum Popstar gemacht, aber zu einem Musiker mit Substanz.
Die lange Krankheit im Hintergrund
Was viele nicht wissen oder gerne vergessen, ist, dass Chris Rea über viele Jahre gesundheitlich stark eingeschränkt war. Anfang der 2000er-Jahre erkrankte er an Bauchspeicheldrüsenkrebs und unterzog sich einer schweren Operation. Der Eingriff rettete ihm das Leben, veränderte es aber dauerhaft.
2006 entschied er sich für eine Abschlusstournee. Nicht, weil alles vorbei war, sondern weil das Tourleben körperlich kaum noch zu stemmen war. Musik machte er trotzdem weiter. Ruhiger, reduzierter, näher am Blues. Später kam noch ein Schlaganfall hinzu, der ihn weiter aus der Öffentlichkeit drängte.
Wenn von einer kurzen Krankheit vor seinem Tod gesprochen wird, dann blendet das diesen langen Weg aus. Es war kein plötzlicher Bruch, sondern ein langsamer Rückzug.
Weihnachten ohne ihn, aber nicht ohne seine Musik
Dass Chris Rea kurz vor Weihnachten gestorben ist, gibt seinem bekanntesten Song eine neue Bedeutung. „Driving Home for Christmas“ wird trotzdem weiterlaufen. Vielleicht jetzt mit einem kurzen Innehalten, vielleicht auch einfach wie immer.
Er hat keine Weihnachtsmusik geschrieben, um unsterblich zu sein. Er hat einen ehrlichen Song geschrieben. Und genau deshalb gehört er für viele fest zu dieser Zeit.
Manchmal reicht das schon.
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