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#1 Harley-Davidson Road Glide Ultra Langzeittest

12 Apr 2017
Harley-Davidson Road Glide Ultra 2017

#1 Der Harley-Davidson Road Glide Ultra Langzeittest 2017

Harley Davidson Road Glide Ultra 2017 Milwaukee Eight 3#1 Der Harley-Davidson Road Glide Ultra Test mit dem 2017er Milwaukee-Eight Motor beginnt jetzt im April, viele tausend Kilometer sollen von ihr gemeistert werden. Sie wird einige der schönsten, aber auch härtesten Regionen von Europa zu sehen bekommen. Wenn sie diese Feuerprobe besteht, hat sie sich als Top Tourer mit dem 107er Milwaukee-Eight Motor ohne Zweifel bewährt!

Es ist April, die Saison hat gerade begonnen und die neue Euro 4 Norm ist aktiv geschaltet. Viele haben gezittert und vorweg gab es einiges darüber zu hören, das wir ab 2017 nichts mehr von der Maschine hören beispielsweise. Aber dem ist nicht so, eher sogar das Gegenteil ist passiert.

Bei KessTech wurde ich über den neuen Prüfzyklus aufgeklärt und habe auch selbst einige Messfahrten auf dem Testgelände von KessTech gemacht, manche Dinge werden heißer gekocht, als gegessen. Die Technik im Hintergrund ist kompliziert, aber sie wurde von Harley-Davidson und auch den bekannten Herstellern der Elektronisch verstellbaren Auspuffanlagen gemeistert, über den Sound brauchen uns keine Sorgen machen, der kommt schon ganz gut ab Werk und kann auch über entsprechende Zubehöranlagen legal verändert werden.

Harley Davidson Road Glide Ultra 2017 Milwaukee Eight 7826Die Harley-Davidson Road Glide Ultra hat mit ihrem neuen 107cui Motor einen klasse Sound ab Werk, ich war echt überrascht, sie ist sogar um einiges lauter als die Anlagen der 103er Motoren und mit einem eigenen neuen Sound. Bei dem neuen Messverfahren geht es um die gesamte Geräuschentwicklung, der neue Vierventiler ist sehr leise und entwickelt eine schöne Laufkultur. Start war bei Kilometer 2 auf dem Kilometerzähler, noch bin ich in der Einfahrphase und habe in der ersten Aprilwoche mit ihr 900km abgespult.

Ein Reisetourer, der sich jetzt beweisen soll!

Nach 1600 gefahrenen Kilometern ist die erste Inspektion angesagt, auch wenn die Technik weit voran ist, empfiehlt es sich, hohe Drehzahlbereiche und Vollgasfahrten zu vermeiden. Die Ventile und Kolben sollten sich richtig aufeinander einpielen. Das führt dazu, das der Motor mit jedem Kilometer etwas leiser wird und sich im Nachhinein leistungsmäßig richtig entfaltet, aber soweit bin ich noch nicht. Ebenso die Dämpfer und Federn arbeiten sich erst nach einer gewissen Phase richtig ein. Und die Bremsen und Reifen sollten die ersten 200 Kilometer vorsichtig behandelt werden, alles braucht seine Zeit.

Der erste Eindruck!

Road Glide Ultra 7755

Erste Eindrücke können aber schon berichtet werden, das Fahrwerk ist stabiler geworden, die Federbeine können jetzt ohne Werkzeug am Drehregler per Hand verstellt werden. Besonders viel Aufmerksamkeit hat Harley-Davidson der Hitzeentwicklung gewidmet, die neugestaltete Auspuffanlage strahlt jetzt zum Fuß und Unterschenkel vom Beifahrer weniger Hitze aus.

Sie hat einen schön hohen Lenker, man sitzt sehr bequem und Langstrecken sind überhaupt kein Problem. Die ersten 600 Kilometer bin ich an einem Stück gefahren, nur zum Tanken und für die Kaffeeversorgung ging es an die Tankstelle. Die Road Glide Ultra ist der perfekte Reisetourer, ich bin sie schon als 2016er CVO und Special gefahren, auf meinen Touren zum Faaker See, Dänemark, Schweden oder auch nach Russland hat mich die CVO auf 12000 Kilometern zuverlässig begleitet. Die CVO mit voller Ausstattung ist schon ein besonderes Highlight, aber sie kostet auch etwas mehr. Wem der 107er Motor reicht, der kann sich seine Harley auch vorweg aus dem Original Zubehörprogramm so bestellen, das er außer dem Motor auf nichts verzichten braucht, ob es die Musikanlage ist, oder die Griffheizung.

Wer gerne kräftige Musik auf der Fahrt hat, sollte sich wirklich die größere Anlage verbauen lassen, die Leistung der Anlage ist merklich besser, auch wenn sie etwas Platz in den Koffern braucht. Für die leichte Berieselung und die Navigation reicht die Serienanlage aber locker.

 Was man zu der Road Glide wissen sollte

Harley Davidson Road Glide Ultra CVO  Harley-Davidson Road Glide Ultra CVO 2016Die Road Glide ist ein Dickschiff, daran führt kein weg vorbei, das ist eine schwere Maschine die auf der Straße sehr souverän fährt. Der Fahrer einer Road Glide Ultra sollte gerne eine Größe von mindestens 1,75m haben. Die Road Glide Ultra ist bei denen sehr beliebt, die einen Kopf größer sind als ich mit meinen 1,83m. Das die Maschine auch für die größeren gedacht ist, läßt einen die Neigung der BoomBox (Navigation) vermuten. Wenn die Sonne hinter einem untergeht, ist bei den kleineren unter uns auf dem Display nicht mehr viel zu erkennen. Sicherlich könnte Harley-Davidson die BoomBox verstellbar machen, aber das sind nachher die ersten Dinge, die anfangen zu klappern, das wird ein Grund dafür sein, das sie in der Neigung nicht verstellbar ist.

Fahrbereit hat sie ein Gewicht von 425 Kilo, vorsicht ist geboten, wenn es auf die Tankstelle geht, wenn an der Tanksäule große Dieselflecken zu sehen sind, besteht schnell die Gefahr, mit dem Vorderrad beim bremsen wegzurutschen, oder der Fuß kann beim stabilisieren seinen Halt verlieren, bevor der Ständer ausgeklappt ist. Das kann natürlich auch mit jeder anderen Maschine passieren, das sind die Klassiker und ist schon den routiniertesten Fahrern passiert. Die Fahrt mit dem Beifahrer kann auch für Überraschungen sorgen, wenn der Beifahrer beim rangieren zu weit hinten in dem schönen Sessel sitzt und der Fahrer den Lenker zu weit einschlägt, muss es nur noch etwas abschüssig sein und es ist schnell passiert. Vermeiden läßt sich das, wenn der Beifahrer dicht zum Fahrer rückt und somit der Schwerpunkt in der Mitte der Maschine liegt, dann ist sie im Händling sehr ausgewogen.

Harley Davidson Road Glide Ultra

In der Regel hat die Road Glide die Sturzbügel, es wird nicht viel passieren, die Hauptsache ist, man behält in so einer Situation die Ruhe, die Harley merkt, das etwas nicht stimmt und schaltet sich in der Seitenlage automatisch ab, nach kurzer Zeit aktiviert sich als Sicherheits-Features die Warnblinkanlage, also keine Panik. Es ist möglich, sie alleine wieder aufzurichten, ein fester Untergrund sollte es aber schon sein, diese Kniffe kann man auch bei den Wiedereinsteiger- oder Auffrischungs Kursen erfragen. Dazu gibt es in Kürze ein Video auf dem YouTube Channel.  

Was man mit der Road Glide bekommt

Harley Davidson Road Glide Ultra 9258 2  Harley-Davidson Road Glide Ultra CVO 2016Sie ist wie auch die E-Glide Ultra einer der besten Reisecruiser die man fahren kann, sie hat mit ihren Reflector LED Doppelscheinwerfern das beste Licht, was ich je an einem Motorrad gefahren habe.

Die Lichtausbeute ist enorm und eins der Designmerkmale der Road Glide. Über das Design streiten sich die Gemüter, von vorne sieht sie richtig schnittig aus, im Profil ist sie gewöhnungsbedürftig, ihre feste Verkleidung ist von der Gabel entkoppelt, so hat man bis 15 Kilo weniger Gewicht am Lenker und das macht sich bei Kurvenfahrten besonders bemerkbar. Was mir persönlich nicht so gut gefällt und bei der Street Glide schöner aussieht, ist das Design vom Cockpit, das sieht an der E-Glide übersichtlicher und eleganter aus, dafür ist der Windschutz wiederum besser.

Die größten Veränderungen sind aber der neue Milwaukee-Eight Motor und das neue Fahrwerk, wir werden sehen, ob es noch Kinderkrankheiten gibt, bisher läuft sie sehr gut. Was besonders auffällt, ist das Getriebe, wer jetzt den ersten Gang einlegt, hört kein lautes Klacken vom Zahnrad, wenn es sich in die Welle klinkt, das besonders bei den 2015er CVO Motoren noch zu hören war. Ende April wird sie einige Kilometer mehr drauf haben und die Einfahrphase ist auch vorbei, dann schauen wir auch auf den Verbrauch und wie sich der neue Motor unter verschiedenen Bedingungen verhält.

Das Fahrzeug wurde ohne Publikationspflicht von Harley-Davidson zur Verfügung gestellt.

 

 

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Freitag 22 September 2017
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