Kampf gegen Motorradlärm
Rokker Company

6
316

DER KAMPF GEGEN ZU LAUTE MOTORRÄDER

Ministerpräsidenten haben bei uns in Deutschland die Möglichkeit, Beschlüsse der jeweiligen Landesregierung im Bundesrat vorzulegen. Dort werden die Anträge im jeweiligen Ausschuss besprochen und sollte man zu dem Ergebnis kommen, das dem Antrag zustimmt werden sollte, wird der Bundesregierung eine Beurteilung und gegebenenfalls eine Empfehlung zur Weiterreichung an die EU-Kommission überreicht.

Und aus Nordrhein-Westfalen kommt jetzt tatsächlich so ein besagter Beschluss, der bereits am 20. März mit der folgenden Überschrift beim Bundesrat eingereicht worden ist: “

Entschließung des Bundesrates zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm”

Wenn das jetzt alles per EU-Gesetz so durchgehen sollte, könnte jeder Biker, der Armin Laschet bei der letzten NRW-Wahl mit seiner Stimme ins Amt verholfen hat, eventuell etwas betroffen von sich behaupten, das er an dieser überregionalen Kampagne gegen Motorradfahrer mitgewirkt hat.

Der zuständige Verkehrsausschuss hat bereits den Antrag aus NRW befürwortet und an die Bundesregierung zurückgesendet.

Die Bundesregierung entscheidet jetzt, ob sie den Beschluss an an die EU-Kommission weiterleitet, um das Anliegen aus NRW in der EU rechtswirksam durchzusetzen. Soweit sind sie jetzt schon und wir können davon ausgehen, das sie es machen werden.

WOTAN - Rick´s Motorcycles Fat Boy 300 mit legaler KessTech Auspuffanlage
WOTAN – Rick´s Motorcycles Fat Boy 300 mit legaler KessTech Auspuffanlage

Emissionsgesetze bestimmen die Entwicklung der Motoren

Wenn der Auspuff einer neuen Harley-Davidson sich irgendwann nur noch wie ein Haartrockner anhört, dann liegt das nicht an Harley-Davidson, es wird wie auch schon in den letzten Jahren von der Regierung mit den immer schärferen Emissionsgesetzen so gefordert. Man muss dazu sagen, das nicht nur die CDU das kann, auch bei der SPD findet man vermeintliche Experten, die ihre Bestrebungen auf diese Art EU weit durchsetzen, wie wir das gerade bei der von Umweltministerin Svenja Schulze geforderten Verschärfung um 30 Prozent der CO2-Grenzwerte für Autos sehen konnten.

Jetzt geht es hauptsächlich um den Begriff “Real Driving Sound Emissions“.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat beschlossen,

Drucksache 125/20 (Quelle: Auszug vom Bundestag)

Entschließung des Bundesrates zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm

Der Bundesrat möge beschließen:

  1. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, sich bei der EU-Kommission für strengere Lärmemissionswerte durch Verschärfung der in der EU geltenden Grenzwerte bei der Genehmigung und Zulassung neuer Motorräder einzusetzen. Der Bundesrat hält dabei eine Begrenzung der Geräuschemissionen in allen Fahrzuständen (Real Driving Sound Emissions) auf einen Grenzwert von maximal 80 dB(A), der für alle Neufahrzeuge über alle Betriebszustände einzuhalten ist, für zielführend.
  2. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, die Strafen bei Manipulationen am Auspuff, Luftfilter sowie bei sonstigen Eingriffen, die eine erhebliche Steigerung der Lärmemissionen zur Folge haben, deutlich zu verschärfen. In diesem Zusammenhang bittet der Bundesrat die Bundesregierung, ein rechtlich sicheres Instrument zu entwickeln, das den Polizeibehörden der Länder bei gravierenden Überschreitungen der Lärmemissionen die sofortige Sicherstellung oder Beschlagnahme des Fahrzeugs an Ort und Stelle ermöglicht.
  3. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, die Initiative „Silent Rider” und ähnliche Initiativen zu unterstützen. Durch eine bundesweite Kampagne sollten – beispielweise in Anlehnung an die Rettungsgassen-Kampagne – die Motorradfahrer für eine angemessene Fahrweise sensibilisiert werden.

Begründung:
Motorradfahren ist für viele Menschen in der Bundesrepublik Freizeitvergnügen und Hobby. Zahlreiche Ausflugziele sind in vielen Regionen der Bundesrepublik landschaftlich schön gelegen. Das zieht viele Motorrad fahrende Touristen aus dem In- und Ausland an.
Für viele Anwohner bedeutet das Freizeitvergnügen der Motorrad Fahrenden jedoch eine Lärmbelästigung, wenn diese die Geschwindigkeitsbegrenzung überschreiten oder auf extralaut getunten Motorrädern unterwegs sind.

Im Rahmen der Freizeitgestaltung sind Motorräder oft an Ruhetagen (Wochenende, Feiertage) unterwegs, wo sie durch absichtlich erzeugten Lärm auch als Einzelfahrzeuge extrem belästigen können. Dabei sind ein rücksichtsvolles Miteinander, die Einhaltung geltender Gesetze und Geschwindigkeitsregelungen Voraussetzung, um Interessenskonflikte und Verbotszonen zu vermeiden. Die berechtigten Interessen der Anwohner und die der Motorrad Fahrenden gilt es, in einen fairen Ausgleich zu bringen.

Ansätze zur Lärmminderung und Erhöhung der Verkehrssicherheit können sich durch Förderung von Verständnis und Toleranz zwischen den Verkehrsteilnehmern ergeben. Durch eine bundesweite Kampagne kann eine höhere Sensibilisierung erreicht werden. Solche weichen
Maßnahmen müssen von wirkungsvollen Kontrollen und Sanktionen flankiert werden. Bei eklatanten Verstößen gegen die Geräuschvorschriften müssen die Polizeibehörden der Länder zudem ein wirkungsvolles Instrumentarium in die Hand bekommen, um die betroffenen
Fahrzeuge unmittelbar aus dem Verkehr zu ziehen.
Das Geräuschverhalten von Kraftfahrzeugen wird in EU-Vorschriften und in internationalen Vorschriften der UN (UNECE-Regelungen) sowie im nationalen Recht im Rahmen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geregelt.

Steel2Silver onlineshop

Die Genehmigungs- und Zulassungsregelungen reichen bislang allerdings nicht aus. Die Fahrzeuge müssen nicht nur bei der Typprüfung, bei der die vorgeschlagene Höchstgrenze von 80 dB (A) bereits in der Regel eingehalten werden muss, sondern vor allem im normalen Fahrgeschehen deutlich leiser werden (Real Driving Sound Emissions).

Die Empfehlung vom Verkehrsausschuss

Das Folgende ist die Empfehlung vom zuständigen Verkehrsausschuss an den Bundesrat. Daran könnt ihr erkennen, wie weit sie damit schon sind und wir dürfen gespannt sein, ob diese Empfehlung so auch an die EU-Kommission durchgeleitet wird.

Quelle: Auszug vom Bundestag

Der Verkehrsausschuss empfiehlt dem Bundesrat, die Entschließung nach Maßgabe der folgenden Änderungen zu fassen:

  1. Zu Nummer 1
    Nummer 1 ist wie folgt zu fassen:
    „1. Der Bundesrat hält eine Begrenzung der Geräuschemissionen von Motorrädern auf den bestehenden Geräuschgrenzwert in allen Fahrzeugständen (Real Driving Sound Emissions), der für alle Neufahrzeuge über alle Betriebszustände einzuhalten ist, für notwendig. Er bittet die Bundesregierung, die dazu erforderlichen Arbeiten auf EU-Ebene und in der internationalen Arbeitsgruppe in der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) in diesem Sinne fortzuführen. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung außerdem, die geplante Änderungsverordnung
    zur Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zur Anpassung der
    Geräuschvorschriften für die Genehmigung von Einzelfahrzeugen an die Typgenehmigungsanforderungen der EU beziehungsweise UNECE, die bereits Ende 2019 in der Länderanhörung war, schnellstmöglich zu erlassen.“
    Begründung (nur gegenüber dem Plenum):
    Das Geräuschverhalten von Autos und Motorrädern ist in EU-Vorschriften und internationalen Regelungen (UN-Regeln) geregelt. Das BMVI setzt sich seit Jahren in den internationalen Gremien der EU und der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) dafür ein, dass Schlupflöcher in den Typprüfvorschriften geschlossen werden. Ziel ist es, die Prüfvorschriften so zu gestalten, dass die Fahrzeuge nicht nur bei der Typprüfung, sondern auch
    im realen Fahrgeschehen leiser werden (Real Driving Sound Emissions).
    Das BMVI fordert dazu in den internationalen Gremien umfangreiche Änderungen in den Typprüfvorschriften.
    Die Festlegung auf einen Grenzwert erscheint zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht, zumal für schwere Motorräder mit 77 Dezibel (A) schon jetzt ein geringerer Geräuschgrenzwert gilt, als in der Entschließung des Landes NordrheinWestfalen gefordert wird.
    Folgende Änderungen in den UN-Vorschriften sind bereits umgesetzt:
    – Die Prüfung zusätzlicher Geräuschanforderungen für leistungsstarke Motorräder erfolgt künftig nicht mehr durch den Hersteller selbst, sondern durch eine neutrale Stelle.
    – Die Arbeiten zum deutschen Vorschlag zur Änderung der UNRegelung 92 für Motorradaustauschschalldämpfer wurden Ende 2018 abgeschlossen. Die geänderte Regelung ist im Oktober 2019 in Kraft getreten. Die Änderung führt dazu, dass Klappenschalldämpfer mit Laut-/Leise-Umschaltung künftig nicht mehr genehmigungsfähig sein werden. Dies wird zu einer Reduzierung der Realgeräuschemissionen führen, da diese Schalldämpfer in den letzten Jahren bei einigen Motorradfahrergruppen immer beliebter wurden.
    Die Anforderungen der StVZO zum Geräuschverhalten für die Genehmigung von Einzelfahrzeugen sind aktuell nicht auf demselben Stand wie die Typgenehmigungsanforderungen der EU. Bei der Genehmigung von Einzelfahrzeugen gelten zwar dieselben Geräuschgrenzwerte, aber erweiterte Anforderungen zum Geräuschverhalten insbesondere schwerer Motorräder im Typgenehmigungsverfahren, die auf eine Begrenzung der Geräuschemissionen im realen Fahrbetrieb abzielen, gelten national noch nicht. Diese Schlupflöcher, die zu höheren Geräuschemissionen im Realbetrieb führen, müssen dringend geschlossen werden.
  1. Zu Nummern 4 – neu –
    Folgende Nummer ist anzufügen:
    ‚4. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, Motorsteuerungen an Motorrädern zu verbieten, die individuell vom Fahrer einstellbare Soundkulissen („Sound-Design“) ermöglichen und durch welches störende und belästigende Geräusche erzeugt werden können. In diesem Zusammenhang bittet der Bundesrat die Bundesregierung sich dafür einzusetzen, dass die Möglichkeiten des „Sound-Designs“ genutzt werden, um Lärmemissionen mzu reduzieren.
    Begründung (nur gegenüber dem Plenum):
    Prüfungen werden im Rahmen des Typgenehmigungsverfahrens und während der Produktion (Conformity of Production: CoP) durchgeführt. Von Herstellern werden teilweise ab Werk Motorsteuerungen an Motorrädern eingebaut, durch die sich die Geräuschemissionen bei der Typgenehmigung und unter späteren
    realen Fahrbedingungen im öffentlichen Verkehr unterscheiden können.
  2. Zu Nummer 5 – neu –
    Folgende Nummer ist anzufügen:
    „5. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, den Umstieg auf nachhaltige und lärmarme Mobilität in Form von lärmarmen Motorrädern mit alternativen Antriebstechniken wie den Elektroantrieb zu unterstützen.“
    Begründung (nur gegenüber dem Plenum):
    Motorräder haben zwar ein geringes Aufkommen am Gesamtverkehr, jedoch werden sie aufgrund der oft hohen Lautstärken und dem speziellen Klangcharakter häufig als besonders störend wahrgenommen. Die Lärmpegel beispielsweise bei Elektromotorrädern liegen im Vergleich zu fossil angetriebenen
    Motorrädern deutlich niedriger. Folglich ist eine spürbare Abnahme der Lärmbelastung in der Bevölkerung zu erwarten.
  3. Zu Nummer 6 – neu –
    Folgende Nummer ist anzufügen:
    „6. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung sich für wirksame Messverfahren einzusetzen, um die rechtlichen, technischen und personellen Kontrollmöglichkeiten bei offensichtlich überlauten Motorrädern auszuweiten.“
    Begründung (nur gegenüber dem Plenum):
    Bei anlassbezogenen Kontrollen des fließenden Verkehrs stehen vor allem die Auspuffanlagen im Fokus. Mittels Standgeräuschmessung kann geprüft werden, ob unzulässige Manipulationen vorgenommen wurden. Allerdings lässt diese Messung nur bedingt Rückschlüsse auf andere relevante Betriebszustände zu. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit wäre eine vereinfachte Fahrgeräuschprüfung „Geräuschmessung light“ eine Möglichkeit, Motorräder oder
    Motorroller im Rahmen von Verkehrskontrollen umfassender zu überprüfen.
    Durch diese Messung könnte die Polizei vor Ort unkompliziert und mit relativ geringem Aufwand neben dem Standgeräusch, einen weiteren Betriebszustand des Fahrzeuges erfassen und somit die Aussagekraft der Prüfung erhöhen. Eine Fahrzeugstilllegung an Ort und Stelle muss die Konsequenz einer nachgewiesenen Manipulation sein.
  4. Zu Nummer 7 – neu –
    Folgende Nummer ist anzufügen:
    „7. Der Bundesrat sieht dringenden Handlungsbedarf, für besondere Konfliktfälle Geschwindigkeitsbeschränkungen und zeitlich beschränkte Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen aus Gründen des Lärmschutzes zu ermöglichen. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, die hierzu einschlägigen Regelungen anzupassen. Motorräder mit alternativen Antriebstechniken wie beispielsweise Elektroantrieb sollten von möglichen Verkehrsverboten ausgenommen werden.“
    Begründung (nur gegenüber dem Plenum):
    Die Anordnung von Beschränkungen und Verboten des fließenden Verkehrs (verkehrsrechtliche Maßnahmen) aus Gründen des Lärmschutzes setzt voraus, dass die Tatbestandsvoraussetzungen des § 45 Absatz 9 StraßenverkehrsOrdnung (StVO) vorliegen. Danach dürfen entsprechende Maßnahmen „nur angeordnet werden, wenn auf Grund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung erheblich übersteigt“.
    Bei verkehrsrechtlichen Maßnahmen zum Schutz vor Lärm erfolgt die Beurteilung der Lärmsituation anhand jahresbezogener Mittelungspegel. Lärmspitzen durch Motorräder werden so nicht erfasst und können daher als Begründung für verkehrsrechtliche Maßnahmen wie beispielsweise Geschwindigkeitsbeschränkungen oder zeitlich beschränkte Verkehrsverbote zum Beispiel an
    Sonn- und Feiertagen nicht herangezogen werden.
  1. Zu Nummer 8 – neu –
    Folgende Nummer ist anzufügen:
    „8. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, eine Lösung zu finden, damit „Raser“ oder „Belästiger“ einer Strafe nicht entgehen können. Motorradfahrer sind aufgrund der Helmpflicht und eines fehlenden Frontkennzeichens am Motorrad nicht zu identifizieren und können somit bei einem Verstoß nicht belangt werden.“
  2. Zu Nummer 9 – neu –
    Folgende Nummer ist anzufügen:
    „9. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, die Möglichkeit der Einführung einer Regelung zur unmittelbaren Haftung, bei der das Schuldprinzip nicht zur Anwendung kommt, unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen (Halterhaftung).“
    Begründung (nur gegenüber dem Plenum):
    Die Haftung des Halters könnte auf eine Kostentragungspflicht beschränkt
    werden. Eine solche Halterkostenhaftung würde die Ausdehnung des § 25a des
    Straßenverkehrsgesetzes (StVG) auf den fließenden Verkehr bedeuten. Halterinnen und Halter müssten demnach auch bei Verstößen im fließenden Verkehr zumindest die Kosten des Verfahrens tragen. Somit werden die Halterin oder der Halter nicht bestraft, sind aber verpflichtet, die Verwaltungsgebühren für die Erstellung des Bußgeldbescheides zu tragen.
    Empfehlungen, 125/1/20 – 6 –
  3. Zu Nummer 10 – neu –
    Folgende Nummer ist anzufügen:
    „10. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, die Führung eines Fahrtenbuchs nach Rechtsverstößen nicht ermittelbarer Fahrer verpflichtend einzuführen. Ein Fahrtenbuch dient der Sensibilisierung und Datengewinnung, um bei mehrfachen Verstößen von einzelnen Motorradfahrern reagieren zu können.“
    B
  4. Der federführende Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, der Ausschuss für Fragen der Europäischen Union, der Gesundheitsausschuss, der Ausschuss für Innere Angelegenheiten, der Rechtsausschuss und der Wirtschaftsausschuss empfehlen dem Bundesrat, die Entschließung zu fassen.

SILENT RIDER INITIATIVE GEGEN MOTORRADLÄRM

Unterstützt von einigen Landkreisen und den Bundesländern NRW und Baden-Württemberg, hat sich der eingetragene Verein zur Aufgabe gemacht, mit einer Petition “gegen unnötigen Motorradlärm” den Kampf gegen jeden Dezibel zu führen.

Es ist wirklich bedenklich, das hier mit Unterstützung vom Staat gesellschaftlich gegen Motorradfahrer vorgegangen wird. Die Großzahl der Motorradfahrer ist legal unterwegs, auch elektronisch gesteuerte Klappenauspuffanlagen sind legal, aber das möchte man jetzt ändern. Leider übersieht man, dass gerade Motorradfahrer sehr Natur verliebt sind, darum fahren sie ja Motorrad, um der Natur möglichst nah zu sein! Einfach mal am Wochenende abschalten, den stressigen Job vergessen, oder wie auch immer.

Zelten in Norwegen - Motorradfahrer sind mit der Natur mehr verbunden, als man denkt.
Motorradfahrer sind mit der Natur mehr verbunden, als man denkt.

Soundgehört zum Freiheits Feeling dazu

Sollen sie diejenigen, die mit manipulierten Rennmaschinen unterwegs sind, aus dem Verkehr ziehen und nicht alle Motorradfahrer in Sippenhaft nehmen und uns damit den Spaß am Leben nehmen. Straßen sind zum fahren da, jeder kann sich ja selbst aussuchen, ob er an einer belebten Strasse wohnen möchte, oder nicht. Das immer massivere Einmischen und Maßregeln in unsere Freiheit, nimmt allmählich überhand an.

Die derzeitige Entwicklung wird uns sicherlich in Zukunft noch mehr beschäftigen, im Grunde geht es ja bald um alles, was noch Spaß macht. Im Bezirk Hamburg Altona haben die Grünen Spaßbremsen das Stattfinden von einem Autokino verhindert, weil sie die “Stinkekisten nicht in ihrem Stadtteil haben wollen. Die 61-jährige Grünen Fraktionschefin Gesche Boehlich hat das mit dem SPD Koalitionspartner so beschlossen, weil sie den Zusatzverkehr nicht in ihrem Stadtteil wollen.

Zusatzverkehr von einem Autokino? Von was für einem Zusatzverkehr gehen die aus, das kann in einer Großstadt wie Hamburg doch wirklich keine relevante Zahl sein, wenn auf dem Parkplatz der Trabrennbahn ein paar Autos stehen und sich gemeinschaftlich Filme ansehen, soziale Kontakte und etwas Spaß am Leben, scheint heute politisch nicht mehr gewünscht zu sein.

Was jetzt bleibt, ist die Frage, ob und wann es eine Gegenbewegung gibt, es sind ja nicht nur diese neuen Ideen, die man sich jetzt einfallen lassen hat. Leider formiert sich die Lobby der Motorradhersteller scheinbar nicht wirklich gegen diese Ambitionen der Politik. Es ist ja auch schwierig, sie sind gewählt, jeder sollte an der Wahlurne wirklich genau wissen, wen, oder was er mit seiner Stimme unterstützen will, das kann selbstverständlich in beide Richtungen gehen, es gibt ja durchaus auch Meinungen, die das befürworten, aber wir müssen uns wirklich nicht alles gefallen lassen, es sind jetzt schon diverse Strecken im Land für Motorradfahrer gesperrt. Dieses in Sippenhaft nehmen darf man sich nicht auf Dauer ohne Protest gefallen lassen.

NACHTRAG: AM 15. MAI HAT DER BUNDESRAT ENTSCHIEDEN!

Der Bundesrat hat in seiner 989. Sitzung am 15. Mai 2020 beschlossen, auf Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen dem Antrag statt zugeben. Jetzt bittet der Bundesrat die Bundesregierung, sich bei der EU-Kommission für
strengere Lärmemissionswerte durch Verschärfung der in der EU geltenden
Grenzwerte bei der Genehmigung und Zulassung neuer Motorräder einzusetzen.

Quelle: Bundestag


AngebotBestseller Nr. 1
Harley-Davidson Biker Themed Garden Gnome, 4.5 x 3.5 x 11 inches 544902
  • Harley-Davidson Biker Garden Gnome
  • Konstruiert aus lackierter Polystone
  • decked Out in Ihrem Lieblings-Leder und bereit zu reiten
  • Gartenzwerge sind der Meinung, bringen viel Glück für Ihren Garten
  • Größe: 11,4 cm W x 8,9 cm D x 27,9 cm H
Bestseller Nr. 2
Harley Davidson Langarm-Shirt Skull Black, L
  • 95% Baumwolle
  • 5% Spandex
  • gesticktes Skull Logo auf beiden Seiten
Bestseller Nr. 3
Harley-Davidson Skull Soft Shell Handschuhe, 98364-17EM, XL
  • 100 % Polyester, schwarz
  • Trikot-Innenfutter, Touchscreen kompatibler Zeigefinger, Gummigrafik
  • ergonomischer Daumen und leicht vorgebogene Finger, Neoprenverschluss mit einstellbarer Schliesse
  • fester, modelierter Fingerknöchelschutz, verstärkte Handinnenseite, Daumen und
  • Erfüllt und übertrifft CE Anforderungen für CE-zertifizierte persönliche Schutzausrüstung
Bestseller Nr. 4
Harley Davidson Freizeitjacke Generation, L
  • 100% Nylon-Twill
  • Polyester-Netzfutter
  • Stehkragen
  • Zwei Handwärmer-Taschen
  • Bewegungsfreiheit am Rücken
Bestseller Nr. 5
HARLEY-DAVIDSON Genuine 360 Motorrad Öl SAE 20W-50, 1 Liter
  • Original Harley-Davidson H-D 360 Motorradöl (SAE 20W50) wurde speziell für Motorräder von Harley-Davidson entwickelt und getestet. Unser einzigartiges Zusatz-Paket hilft, den Motorenverschleiß zu verhindern und Ihren Motor kühler, sauberer und frei von Ölrückständen, Lack und Korrosion zu halten.
  • Die luftgekühlten V-Twin Harley-Davidson Motorräder laufen auf höheren Temperaturen als wassergekühlte Motoren und benötigen daher ein spezielles Zusatz-Paket für hohe Temperaturen, um den Motor zu schützen. Sie können dem Motoröl H-D 360 in einem Harley-Davidson Motor sorglos vertrauen.
  • Inhalt: 1 Liter
  • ⚠️ HINWEISE ZUR ALTÖLRÜCKGABE: Die bei uns erworbene Menge an Verbrennungsmotoren- oder Getriebeöl nehmen wir als Altöl kostenlos zum Zweck der fachgerechten Entsorgung zurück. Die Rücknahme erstreckt sich ebenfalls auf Ölfilter und beim Öl-wechsel regelmäßige anfallende ölhaltige Abfälle. Rückgabeort ist die im Impressum aufgeführte Adresse.
  • Sie können das gebrauchte Öl bzw. Ölfilter und beim Ölwechsel regelmäßige anfallende ölhaltige Abfälle persönlich bei uns abgeben. Alternativ können Sie bei Übernahme der Versandkosten den Versand per Post wählen. Bitte achten Sie darauf, Altöl bei Versendung als Gefahrengut zu kennzeichnen und entsprechende Behältnisse zu verwenden.

Affiliate Links 1.06.2020

13 thoughts on “DER KAMPF GEGEN ZU LAUTE MOTORRÄDER”

  1. Die Gesetzesinitiative trifft genau die Richtigen und war schon längst überfällig. Das Argument, dass sich jeder aussuchen kann, wo er wohnt, ist wohl so ziemlich das Hohlste, was man sich so vorstellen kann. Was war wohl zuerst da? Laute Motorräder (und andere Krachmacher) oder Menschen???

    Freiheitsgefasel und Sound. Blödsinn.

    3
    0

    1. Eigentlich wollte ich mich auf so ein Niveau wie ihres nicht runterlassen, aber Ende der achtziger Jahre waren beispielsweise noch weitaus höhere Lautstärken, als heute zulässig. Und das nicht nur bei Motorrädern, die verschärfte Euro 5 Norm hat selbst die Motorengeräusche runtergeregelt, hier fordern wieder ahnungslose irgendwas! Nicht jeder Motorradfahrer verstößt gegen die Gesetze, nur weil sie die eigentlichen Schuldigen nicht erwischen, dann nimmt man eben alle in Sippenhaft! Sie gehören wohl zu den Menschen, die an eine Bahnstrecke ziehen und sich im Nachgang über fahrende Züge beschweren. Ich wohne selbst an einer am Wochenende von Oldtimern und Motorradfahrern viel befahrenen Strecke, damit muss ich leben, wenn ich an einer Straße wohne, oder eben in eine ruhige Gegend ziehen. So einfach ist das.

      1
      2

  2. Ich bin sehr für das Gesetz, denn ich Wohne an einem Deich direkt in einer Kurve und da stört es mich schon sehr, dieses Gedröhne aber auch das aufhäulen von sportautos.
    Jeder der solch ein lautes Gefährt hat kann sich auf einer Rennstrecke austoben hat aber auf den Straßen leise zu sein.

    3
    0

  3. Das ist der Grund, der mich immer mehr zum Entschluss bringt, in Zukunft nach Möglichkeit kein Auto und kein Zweirad mehr zu nutzen, erst recht nicht mehr zu besitzen. Ich unterstütze durch diesen kostenintensiven Konsum unsere Wirtschaft, ich bezahle erhebliche Steuern während des Lebenszyklusses eines Fahrzeugs, vom Erwerb bis zur Verschrottung (Mehrwertsteuer Kauf, Kfz Steuer, Mineralölsteuer, sonstige Steuern (Zubehör-/Ersatzteile, Dienstleistungen,….), zusätzlich wird versucht durch steigende Verkehrskontrollen Einnahmen durch Bußgelder zu generieren….ich fühle mich mittlerweile wie eine Melkkuh, die grundsätzlich gesetzeswidrig ist, wenn ich in Deutschland an das Thema individuelle, motorisierte Mobilität denke.

    3
    0

  4. Nun, es sollten alle gleich behandelt werden. Lärm ist nicht gesund. Da ist es egal ob er vom Motorrad stammt oder von etwas anderem. Es ist also eine sehr einseitige Betrachtung. Warum ist also dieses Bestreben nur auf Motorräder ausgelegt? Es sollten schon für alle Schallerzeuger das gleiche Gesetz gelten. Jeder kann an seinem Aufenthaltsort Lärm (Motorrad/Auto/Lkw/Bus/Bahn/Rasenmäher usw.) messen. Das gibt es schöne Handy Apps für. Die Werte notieren/speichern sowie deren Zeitdauer und den tatsächlichen Auslöser. Das sorgt für die Wahrheit. Solltet ihr mal machen. Mit solchen Fakten kann man dann arbeiten und prüfen wer bzw. was wirklich ein Problem ist und ob diese Daten nicht für eine Überraschung sorgen.

    2
    0

  5. Ich habe es bereits mehrfach erlebt, dass sich Harley-Fahrer bei der Ankunft Ohrstöpsel aus den Ohren nahmen, weil ihnen ihr Sound selbst zu laut war. Solchen Schwachköpfen haben wir dann solche Gesetze zu verdanken.

    7
    0

  6. Wo ist der Sinn,wenn einige Wenige den Lärm machen ,besonders die Einzilinder Krossmotorräder,auf denen die Fahrer extra noch auf drehen und man vor lauter Getöse bald einen Herzinfarkt bekommt.Dann die Strassensperrungen für Motorräder die vorher frei waren und super schön zu befahren waren? Nun die Masse Besitzer Fahrer nicht mehr benutzen dürfen! Ich fahre selber Motorrad und nicht gerade eine kleine Maschine,doch ich möchte manchmal solchen Unvernünftigen eine Axt hinterher werfen ! Genau so bei Autos aus Unterzuffenheim die ein Getöse abliefern ! Wie geht das mit der generellen Abnahme? Sind die Verantwortlichen taub ?
    Letztendlich ,eine Verwarnung mit TÜV Abnahme und beim nächsten Mal still legung für zwei Jahre ! Dann werden die Jenigen bestimmt schon lernen!

    4
    0

  7. Eine gewisse Lautstärke ist als Fahrer aber auch mit einem gewissen Sicherheitsaspekt verbunden. Man wird als Biker besser gehört und kündigt sich vorher an. Mir ist es mit meiner doch sehr leisen Maschine oft passiert „überhört“ worden zu sein und kam dadurch in gefährliche Situationen. Außerdem höre ich bei schnelleren Geschwindigkeiten nicht mehr, in welcher Drehzahl ich mich befinde und starre nur noch auf die Anzeige. Ich bin dabei in eine lautere Anlage zu investieren …

    2
    3

  8. Wie heißt es so schön, wer’s übertreibt macht’s kaputt. Die Gesetzesänderung kommt ja nur weil es immer mehr geistige Tiefflieger gibt, die glauben das regeln immer nur für andere gelten. Wer unbedingt Krach haben will das soll seine Kiste abmelden den Auspuff abschrauben und sie dann in seinem Garten beim grillen laufen lassen. Oder in die Disco gehen.
    Wobei ich auch zugeben muss das es eine mindest Lautstärke braucht um im Verkehr nicht Übersehen zu werden ( Fahrer von Lautlosen e Rollern kennen das problem)

    8
    0

  9. Gut dass diese Lärmquelle beseitigt wird. Für den Biker mag es ja ein tolles Erlebnis sein, aber was ist mit meinem Ansppruch auf Erholung? Am Wochenende startet pünktlich um 10 Uhr das dumpfe Knattern der Harleys und hält bis Abends an. Besonders dieses niederfrquente Wummern trägt über Kilometer weit.
    Ich fahre selber Motorrad und finde auch ohne Lärm Entspannung.
    PS
    Wenn Ihr doch soooooo sehr die Natur liebt……..
    Kauft Euch ein E-Bike.
    Gut für die Umwelt, Eure Gesundhei und meine Ohren.
    LG aus dem Bergischen Land, Thomas

    4
    1

  10. Ach nee geht schon wieder los auf die Motorradfahrer von dem lauten AMG fahren Porsche und Ferrari mit ihrem Klappenauspuff innerorts wird nicht mehr gesprochen diese sollten als erstes abgeschafft werden denn das ist die wahre Lärmbelästigung innerorts

    3
    0

    1. Moin Michael, das ist nicht ganz richtig, es geht auch um die Klappenauspuffanlagen der Autos. Die Rasenmäher und Laubbläser Fraktion darf noch ungestört Lärm machen.

      2
      0

  11. Na endlich soll dieser dusslige Lärm abgeschafft werden. Wahre Motorradfahrer brauchen das infantile Gedönse nicht.
    Bin dafür.

    14
    1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.