Harley-Davidson Road Glide ST 117 Lofoten Teil 3
Mit der Road Glide ST 117 am Haukland Beach auf den Lofoten

Bucket List – Die Lofoten in Norwegen Teil 3

Mit der Road Glide ST 117, auf den Lofoten in Norwegen unterwegs.

Der neue Tag auf den Lofoten in Norwegen beginnt mit einem Plan! Ich bin in Ballstad am Hafen, ziemlich mittig auf den Lofoten. In der ersten Nacht hatte ich direkt Angst um die Road Glide ST, die genau vor meiner Tür stand. Es stürmte die Nacht über echt heftig und der Wind kam über das Nordmeer direkt in den Hafen und ließ die Harley mächtig schaukeln, sowas hatte ich bisher noch nie gesehen, aber zum Glück ist sie standhaft geblieben.

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Zuerst lernt man auf den Lofoten, das man wettertechnisch auf alles gefasst sein muss, von einer Minute auf die andere kann sich hier alles drehen. Nach dem Wind und Regen kam der Nebel und als ich um 9:00 Uhr morgens aus dem Haus bin, kam direkt die Sonne raus, oder sagen wir mal, sie war zu sehen, denn so richtig untergehen will sie zu dieser Jahreszeit nicht wirklich.

Mein heutiger Tagesplan

  • Bäcker suchen und ausgiebig frühstücken
  • Tank voll machen
  • Einkaufen im Shopping Center
  • Den Haukland Beach anschauen
  • In das Wikinger Museum fahren.
  • Den Sonnenuntergang im Hafen von Ballstad genießen

Ein gutes Frühstück beim Bäcker in Leknes

Ich brauche erstmal ein gutes Frühstück und dank Google Maps, habe ich den richtigen Bäcker in Leknes gefunden. Der Bäcker heißt “Lofoten Bakeri” und ist genau gegenüber von der Tankstelle, das kann man sich einfach merken. Hier bekomme ich mein Frühstück und kann im Anschluss die Harley wieder volltanken, damit ich heute die Insel erkunden kann.

Allem voran muss allerdings erstmal eingekauft werden, immerhin habe ich ja jetzt einen Kühlschrank in dem Haus und eine Nacht werde ich noch dranhängen, bevor ich meinen Standort auf der Insel etwas weiter in Richtung Norden verlagern werde. Das Benzin hat im übrigen 25,59 Norwegische Kronen auf den Lofoten gekostet. Also ca. 2,17 der Liter, das ist schon echt heftig, ohne Moos nix los im guten Norwegen.

Erstmal im Shopping Center einkaufen

Ungefähr 500 Meter vom Bäcker entfernt, ist ein Shopping Center, wo viele aus dem Umland einkaufen fahren. Der Lofotsenteret ist jetzt genau das Richtige für mich. Ich finde solche Geschäfte klasse, wo viele einheimische Einkaufen gehen. Ich bin erstaunt, direkt neben dem Eingang ist ein Parkplatz speziell für Motorräder, wo gibt es denn sowas, habe ich mir gedacht. Die Road Glide ST bekommt eine eigene Parkbucht, echt genial.

Eine freundliche Norwegerin hilft mir an der Waage

In dem Center bekommt man alles Mögliche, Apotheke, Pizza und alles was in einem normalen Einkaufsladen zu finden ist. Ich bin bei den Bananen etwas verzweifelt, man soll die Bananen wie bei uns auf die Waage legen und den Aufkleber drauf kleben, blöd nur, das sie keine Bilder auf der Waage haben, hier sind nur lauter Bezeichnungen, nichts mit Bana, oder so ähnlich.

Spontan kam mir eine freundliche Norwegerin zur Hilfe, die erkannt hat, dass ich etwas aufgeschmissen vor der Waage stand. Es muss irgendeinen norwegischen Überbegriff für Bananen geben, ich weiß bloß nicht, wo sie drauf gedrückt hat, also wieder nichts gelernt. Egal, ich habe mich mit den wichtigsten Dingen eingedeckt und nun geht es wieder los, zurück zum Hafen in meine Unterkunft und mein Plan für den Tag steht, nun muss es irgendwann losgehen. Ist gleich Mittag, aber jetzt geht es erstmal zum Haukland Beach, der auf der anderen Seite von Ballstad liegt.

Auf dem Weg zum Haukland Beach
Auf dem Weg zum Haukland Beach

Der Haukland Beach auf den Lofoten

Schon die Fahrt zum Haukland Beach ist richtig cool, schöne Kurven und neuer tiefschwarzer Asphalt führen zum Beach. Die totale Idylle und Norwegen zeigt sich bei schönstem Wetter, von seiner besten Seite. Es geht ein Stück entlang am Meer und dann sehe ich die ikonische Bucht schon vor mir!

Der Haukland Beach auf den Lofoten und die Road Glide ST 117
Der Haukland Beach auf den Lofoten und die Road Glide ST 117

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Der Haukland Beach und das türkisblaue Wasser

Das außergewöhnliche an dem Haukland Beach, ist sein türkisblaues Wasser und der weiße Sandstrand, der einen glauben lässt, man wäre in der Karibik. Er ist einer der schönsten Strände in Nordeuropa und lädt visuell zum sofortigen Baden ein. Allerdings sind wir 300 Kilometer nördlich vom Polarkreis und hier oben hat das Wasser höchstens 10 Grad, wenn der Golfstrom gute Laune hat, läßt er die Wassertemperatur im August, mitunter sogar mal auf 13 Grad ansteigen, also nichts für Warmduscher. Der Golfstrom ist die mächtigste Meeresströmung und hat seine Ausläufer bei den Lofoten.

Als Norddeutscher bin ich frische Meeresluft gewohnt

Man sagt ja immer, dass wegen dem Golfstrom auf den Lofoten so ein mildes Klima herrscht, ich verstehe unter mild eigentlich was anderes. Einige Fische empfinden das vielleicht so, wie beispielsweise der Kabeljau, er kommt im Winter zum ablaichen in diese Region. Ich bin als Norddeutscher gute Luft gewohnt, wer aus dem Pott kommt, wird sich sicherlich wie im siebten Himmel fühlen.

Instagram Hotspot Haukland Beach auf den Lofoten
Instagram Hotspot Haukland Beach auf den Lofoten

Der Haukland Beach ist ein Instagram Hotspot

Der Haukland Beach ist sogar ein Instagram Hotspot und besonders Fotografen haben diesen Strand für sich entdeckt. Ein Fotograf und YouTuber aus Deutschland hat sogar seine Firma nach dem Strand benannt. Aber gut, gesehen, fotografiert und für gut befunden, die Fahrt geht jetzt weiter. Ich bin durch den Tunnel weiter zum Uttakleiv Beach gefahren. Auch ganz schön, hier muss ich nur so weit laufen, um an den Strand zu kommen, ich will ja noch in das Wikinger Museum, es geht also ohne Strandbesuch weiter.

Das Wikinger Museum Bøstad

Das Wikinger Museum liegt nördlich von diesem Inselabschnitt. In einer knappen halben Stunde bin ich entspannt auf dem Parkplatz vor dem Museum angekommen. Hier ist richtig was los, jede Menge Camper und Busse. Eigentlich nicht so meine Welt, aber was solls, will ja was über die norwegische Kultur erfahren, werde das schon überstehen.

Zu meiner Überraschung stehen zwei Harleys aus Deutschland auf dem Parkplatz, bin ich wohl nicht der Einzige, der sich für die norwegische Kultur interessiert.

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Häuptlingssitz der Wikinger in Bøstad

Genauer gesagt, ist das Wikinger Dorf in Borg, es ist leicht zu finden. Ich bin dort über 2 1/2 Stunden gewesen, es gibt im Bereich vom Eingang eine Kantine, wo man Essen und auch Kuchen bekommt. Ich habe bei der ganzen Nummer einen Fehler gemacht, normalerweise informiere ich mich vorher immer, bloß dieses Mal bin ich einfach drauf los. Dieses Wikinger Dorf existierte ca. 400 Jahre, von 500 n. Chr. bis 900 Jahre n. Chr.. Es war ein große Sippe und der letzte bekannte Häuptling Olaf Tvennumbrunni, hat 900 n. Chr. plötzlich aus unbekannten Gründen das Dorf und die Lofoten mit seiner ganzen Sippe in Richtung Island verlassen.

Das heutige Museum ist ein sehr großes Areal, das man zu Fuß abmaschiert. Wer sich für die Geschichte interessiert und plant, dieses Wikinger Museum ebenfalls zu besuchen, der sollte einen Blick auf die folgende Webseite werfen: Spektrum. Dort sind alle Infos sehr gut aufgeführt, wer die Seite vorher gelesen hat, bewandert das Museum aus einem ganz anderen Blickwinkel. Im Nachhinein betrachtet, hat sich der Besuch für mich gelohnt, aber wie gesagt, man sollte fit sein, ich hatte dazu top Wetter, wenn es stürmt, würde ich mir nur die Ausstellung im Bereich vom Eingang und das Langhaus ansehen.

Der Abend in meinem Häuschen am Hafen

Ich habe immer noch Top Wetter und Cruise auf der Harley entspannt über die Insel. Wenn man die Seitenstraßen fährt, ist es noch schöner und irgendwie fährt man immer am Meer entlang, einfach schön. Am späten Nachmittag geht es auf der Road Glide ST wieder zurück in die Richtung von meinem kleinen Häuschen im Hafen von Ballstad. In meiner Unterkunft angekommen, versorge ich mich erstmal mit dem, was ich im Shopping Center eingekauft habe.

Der Hafen in Ballstad auf den Lofoten - Sonnenuntergang
Der Hafen in Ballstad auf den Lofoten – Sonnenuntergang

Norwegen entschleunigt einen komplett

Den Sonnenuntergang genieße ich vor meinem Haus, auf einer kleinen Bank. Jetzt einfach mal gar nichts machen und in die Luft gucken. Mega, wie entspannt das Leben sein kann, wenn Mann, oder Frau am richtigen Ort ist. Am nächsten Tag geht es weiter, ich habe ein ultra schönes Hotel und eine traumhafte Strecke ausfindig gemacht. Das es noch eine Steigerung zu meinem Haus am Hafen geben kann, hätte ich nicht erwartet. Im vierten Teil erfahrt ihr, wie es weiter geht.

Text & Bildnachweise: Volker Wolf / Harleysite


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