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Ein Rocker ist Star bei Harley-Davidson

02 Oct 2007

Ein Rocker ist Star bei Harley-Davidson

Der Name ist Programm. Bei der Kultmarke Harley-Davidson läuft es genau anders rum. Jetzt gibts das Bike zum Programm: Rocker – so heisst eine der drei Neuheiten aus Milwaukee. Rocker1

Von Dieter Liechti und Markus Schmid*

Die Anfang Monat angekündigte Produktionskürzung bei Harley-Davidson brachte den Motorrad-Titel an der Wallstreet ins Stottern. Doch stottern und schlottern gehören bei der Kultmarke aus Milwaukee seit je zum Business. Für das Stottern waren während Jahrzehnten die V-Twins zuständig, fürs Schlottern die Fahrer auf den schweren Bikes. Denn lange bevor Ärzte, Werber, Manager, Stars und Sternchen die US-Bikes entdeckten, war Harleyfahren das Privileg von so genannten «Outlaws» und Rockergangs.

 
 
  
 
Salonfähige Rocker

Doch 60 Jahre nach der Verwüstung des kalifornischen Städtchens Hollister durch wütende Bikergangs ist die Mehrheit der Rocker längst salonfähig geworden. Mussten vor Jahrzehnten öffentliche Gebäude vor den Bikern in den Lederklamotten geschützt werden, so ist es heute umgekehrt: In Bern gibt es beispielsweise kaum mehr einen grösseren Anlass, bei dem nicht die 1999 gegründete Broncos Security GmbH für Recht und Ordnung sorgt. Erstaunlich, denn entstanden ist die Firma aus den Aktivitäten des Broncos MC – nach den «Hells Angels» der zweitgrösste Motorrad-Club der Schweiz. Harley-Davidson, das zu Beginn der 70er-Jahre nur dank der Markentreue der echten Biker und «Outlaws» überleben konnte, hat darum das neuste Modell der Softtailreihe nach den langhaarigen, tätowierten Männern benannt. Und diese Rocker ist denn auch der absolute Star des Modelljahrganges 2008, der in diesen Tagen auf unsere Strassen kommt.

Muskulöses Heck

Und die Rocker hat es in und an sich: Sensationell für eine Harley ab Stange ist das Heck. Wie bei allen Softtail übernimmt eine Schwinge mit zwei horizontal unter dem Getriebe liegenden Federbeinen die Führung des Hinterrades. Bei der Rocker wird der Kotflügel direkt vorne an den Traversen der Schwinge verschraubt und schwingt sich so in gleich bleibend engem Abstand über den jetzt serienmässigen, dicken 240/40er-Hinterreifen nach hinten. Eine Optik, die bisher nur teure Umbauten zu bieten hatten. Auch vorne an der Rocker hat man nicht gekleckert, sondern geklotzt. Der flache Lenkkopfwinkel von 53,5 Grad ermöglicht eine extrem gestreckte Silhouette.

In Fahrt fühlt sich das Ganze trotz flachem Gabelwinkel und dickem Hinterrad sehr normal und zivilisiert an. Sogar rangieren geht ohne Probleme. Erstaunlich ist der Wendekreis: Auf jeder Schweizer Hauptstrasse kann in einem Zug gewendet werden. Dabei ist das äussere Lenkerende, im Gegensatz zu vielen Custom-Umbauten, im Sitzen immer noch gut und problemlos erreichbar. Dies deshalb, weil der Lenker relativ schmal ausfällt.

Rocker  
Im Kreisverkehr kratzts

Das alles gilt für Rocker wie Rocker C – die Version mit ausklappbarem Soziuskissen. Ganz anders siehts aber bei der Sitzposition in Fahrt aus. Schon auf der C mit ihren 641 mm Sitzhöhe sitzt man anständig tief. Dieser Eindruck relativiert sich sofort auf der normalen Rocker: Hier passt alles. Die Hände fassen die Griffe nur leicht unterhalb der Schulterhöhe, man erhält das Gefühl, die Arme reichten horizontal nach vorn und man sitze hinter dem perfekt ablesbaren Tacho im Bike drin. Das Dreieck Sitzfläche-Rasten-Lenker passt perfekt. Auch die Federelemente verrichten ihre Arbeit bestens, die Progression stimmt, Geschaukel tritt erst bei artfremdem Gasgeben auf. Nur in einem Punkt kann es die Rocker nicht besser als andere Breitreifen-Dampfer: Die Schräglagenfreiheit ist schnell aufgebraucht, die Rasten kratzen schon im ersten zügig angegangenen Kreisverkehr. Aber das kennen die Harley-Fans ja bestens.

Souveräne Kraftentfaltung

Wunderschön weich zieht der 96-Kubikinch-Twin von unten weg, gröbste Vibrationen bleiben zwar aus, doch der typische Puls des 45-Grad-Twins kommt immer noch standesgemäss zur Geltung. Der Motor dreht frei hoch, bietet ein bulliges Drehmoment – immer ist genügend Kraft da, der Anschluss in den Gängen passt. Ein anderes Kapitel ist das Getriebe: Bei tiefen Drehzahlen, und wenn man dem Schaltwerk genügend Zeit lässt, ist alles gut. Doch werden diese Vorgaben nicht erfüllt, donnert es laut und heftig.

Aber auch hier gilt: Harley-Owner schreckt solches nicht, die kennen das und nehmen erfreut zur Kenntnis, dass auch die Bremsen tadellos funktionieren. Mit diesen Features und ihren unproblematischen Fahreigenschaften ist die neue Rocker ein toller Kompromiss zwischen Showbike und sportlichem Einsitzer. Die Rocker kommt im November ab 25'999 Franken in die Schweiz. Wers billiger mag, muss nicht die Marke wechseln: Mit der Dyna Fat Bob (ab 21'799 Franken) und der Sportster Nightster (13'499 Franken) hat Harley-Davidson zwei weitere coole Neuheiten parat. Und die stehen an diesem Wochenende anlässlich der Open Houses bei den Harley-Händlern.

* Markus Schmid ist Chefredaktor der Fachzeitschrift «Moto Sport Schweiz».

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