Marcel MontanaBlack lacht am GÖNRGY Harley-Davidson Sportster S Custombike mit GÖNRGY-Logo auf der Messe Motorräder Dortmund
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GÖNRGY und Harley-Davidson: Warum es um die Jugend geht, nicht um Millionen

GÖNRGY und Harley-Davidson spannen zusammen, ein Energy-Drink-Label und eine Motorrad-Ikone. Das Ziel dieser Kooperation ist klar: junge Menschen wieder für das Motorradfahren begeistern und den Weg zum Führerschein sichtbar machen. Ein großer Sponsoring-Deal steckt ausdrücklich nicht dahinter, auch wenn die Community genau das vermutet. Sichtbar wurde die Zusammenarbeit zuerst mit einer Sportster S in den Farben von GÖNRGY.

Die Kooperation in drei Punkten

  • Kein bezahlter Werbedeal. Jeder Partner trägt seine eigenen Kosten.
  • Im Kern geht es darum, junge Leute wieder zum Motorradführerschein zu bringen.
  • Zu sehen bei den Harley Days Willingen, 8. bis 12. Juli 2026.

Worum es bei GÖNRGY und Harley-Davidson wirklich geht

Die Zusammenarbeit verbindet Harley-Davidson mit GÖNRGY, der Lifestyle- und Energy-Marke rund um Marcel, in der Szene besser bekannt als MontanaBlack. Beide bringen eine große, sehr aktive Community mit. Und genau da liegt der eigentliche Sinn dieser Partnerschaft.

Marcel Montanablack An Der Seite Der Gönrgy Harley-Davidson Sportster S Mit Publikum Im Hintergrund
Marcel an der GÖNRGY Sportster S in Dortmund.

Der Ursprung ist erstaunlich persönlich. Marcel macht gerade seinen Motorradführerschein, auch mit dem Gedanken, künftig gemeinsam mit seinem Vater fahren zu können. Der Vater ist großer Harley-Davidson-Fan, solange Marcel denken kann. Aus dieser Geschichte heraus ist der Kontakt zur Marke entstanden, nicht aus einem Marketingplan.

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Das Besondere daran ist, dass Marcel diesen Weg nicht im Stillen geht. Er nimmt seine Community bei jedem Schritt mit, von der Theorie bis zur Prüfung. Damit rückt genau das Thema in den Mittelpunkt, an dem die ganze Szene ein Interesse hat. Wie kommen junge Leute wieder aufs Motorrad.

Das sagt GÖNRGY zur Kooperation

Dieses Statement hat uns GÖNRGY exklusiv gegeben. Das Team bringt die Haltung hinter der Kooperation so auf den Punkt:

„Die Kooperation zwischen GÖNRGY und Harley-Davidson ist für uns aus einer echten Geschichte heraus entstanden. Marcel hat sich mit dem Motorradführerschein einen persönlichen Wunsch erfüllt, auch, um gemeinsam mit seinem Vater fahren zu können, der seit jeher eine große Leidenschaft für Harley-Davidson hat. Für uns ist es deshalb ein sehr authentischer Schritt, gemeinsam Content umzusetzen und jungen Menschen die Freude am Motorradfahren näherzubringen.“

GÖNRGY-Team

Kein Millionen-Deal, sondern eine echte Idee

Kaum wurde die Kooperation sichtbar, war in der Community von einem riesigen Sponsoring-Budget die Rede. Befeuert wurde das auch dadurch, dass Monte in seinen Streams immer wieder Hoodies und andere Teile von Harley-Davidson getragen hat. Schnell entstand der Eindruck, er sitze da als bezahlte Werbeikone.

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So ist es nicht. Es handelt sich ausdrücklich nicht um einen klassischen Werbe- oder Sponsoring-Deal. Zwei Marken mit starker Community wollen gemeinsam etwas bewegen und ein junges Publikum überhaupt erst an das Thema Motorrad heranführen. Wer die Partnerschaft so betrachtet, versteht sie besser als über die Frage, wie viel Geld hier angeblich fließt.

Von Dortmund über die Snow Show nach Willingen

Sichtbar wurde die Kooperation zum ersten Mal auf der Messe Motorräder Dortmund. Dort stand eine Harley-Davidson Sportster S, der Sportcruiser mit 1.250 cm³, im markanten Design von GÖNRGY. Bei der Maschine handelt es sich um ein Custombike, aufgebaut von Harley-Davidson Hamburg Nord. Dortmund war der Startpunkt, und deshalb passen die dort entstandenen Bilder so gut zu dieser Geschichte.

Mitarbeiter Von Harley-Davidson Hamburg Nord Auf Der Gönrgy Sportster S Vor Publikum In Dortmund
Harley-Davidson Hamburg Nord hat die Sportster S aufgebaut.

Von der Messe ging es auf die große Bühne. Ihren ersten spektakulären Auftritt vor Publikum feierte das Bike bei der Snow Show in Willingen. Bei diesem Bergrennen an der Skischanze kämpfen sich speziell umgebaute Motorräder den Hang hinauf, darunter auch Harleys. Der Wettbewerb erzielte über Fernsehen und Social Media Millionenreichweite. Spätestens da war klar, dass hier etwas Größeres läuft, und in der Community begann das Rätselraten.

Jetzt folgt der nächste Schritt. Weil die Harley Days Willingen vom 8. bis 12. Juli 2026 das Main-Event von Harley-Davidson in Deutschland sind, ist GÖNRGY dort als sichtbarer Partner mit dabei. Die Marke zeigt Präsenz und stellt das Bike in den Mittelpunkt.

Handschlag Zweier Männer An Der Gönrgy Harley-Davidson Sportster S Auf Der Messe Dortmund
Handschlag an der GÖNRGY Sportster S in Dortmund.

Die drei Stationen des GÖNRGY-Bikes

  • Premiere der Sportster S auf der Messe Motorräder Dortmund, aufgebaut von Harley-Davidson Hamburg Nord.
  • Erster Publikumsauftritt bei der Snow Show in Willingen, einem Bergrennen an der Skischanze mit Millionenreichweite.
  • Nächster Halt Harley Days Willingen 2026, wo GÖNRGY als sichtbarer Partner auftritt.

Der wunde Punkt bleibt der Führerschein

Der eigentliche Wert dieser Kooperation liegt im Nachwuchs. Eines der größten Probleme der Motorradwelt ist, dass immer weniger junge Menschen überhaupt einen Führerschein machen. Genau hier setzt die Partnerschaft an, weil sie ein sehr großes, junges Publikum an das Thema heranführt.

Marcel Montanablack Neben Dem Farbig Lackierten Tank Der Gönrgy Harley-Davidson Sportster S
Marcel am Tank der GÖNRGY Sportster S.

Ich habe mir selbst angesehen, wie Marcel in seinem Stream gemeinsam mit Jugendlichen live die Führerscheinprüfung angegangen ist. Die erste Runde ist prompt schiefgegangen, was ehrlich gesagt sympathisch war. Und ich gebe offen zu, einige der Theoriefragen habe ich selbst überhaupt nicht verstanden. Da saß ich genauso ratlos davor wie die jungen Leute im Stream. Manche Fragen sind schlicht unplausibel formuliert und nicht einmal in einer wirklich verständlichen Sprache gehalten.

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Der Einstieg ist zu teuer

Die zweite Baustelle ist der Preis. Der deutsche Motorradführerschein gehört mit vielen Pflichtstunden und je nach Klasse rund 2.500 bis 4.000 Euro zu den teuersten in Europa. Die Regeln selbst sind über die EU-Führerscheinklassen weitgehend gleich, doch in Italien oder Spanien kommt man mit deutlich weniger Pflichtstunden und Kosten aufs Motorrad. Wenn eine Kooperation dieser Größenordnung hilft, wieder mehr junge Leute aufs Motorrad zu bringen, dann ist das ein Gewinn für die gesamte Szene. Und ja, an dieser Stelle darf man ruhig eine Lobby aufbauen, damit der Einstieg wieder bezahlbarer wird.

Warum der erste Schritt zählt

Mir erscheint dabei vor allem ein Punkt wichtig. Es geht nicht in erster Linie darum, dass diese jungen Leute sofort losfahren oder dass sie GÖNRGY trinken. Es geht darum, dass sie überhaupt erst einmal den Führerschein machen und ins Motorradfahren hineinfinden. Nicht jeder kauft sich danach direkt eine Harley, das ist logisch. Aber wer einmal in diesen Markt kommt und fahren will, den lässt das Thema selten wieder los. Womit einer anfängt, ist dabei zweitrangig, Hauptsache er sitzt überhaupt auf einem Motorrad.

Der eigentliche Gewinn für beide Marken

Und genau da entsteht der eigentliche Gewinn, und zwar für beide Marken. Wer heute über Marcel und GÖNRGY zum Motorradfahren findet, wird sich später immer daran erinnern, wer ihn auf dieses Hobby gebracht hat. Diese Erinnerung bleibt an den Namen hängen, an Harley-Davidson genauso wie an GÖNRGY. Genau das ist der eigentliche Benefit, den kein bezahlter Werbespot leisten kann. Der Startschuss fällt früh, und er zahlt sich für beide Marken über Jahre aus.

Mein Appell an die Community: Bringt hier etwas Verständnis mit. Es geht nicht um Kohle und nicht ums Posing. Es geht darum, dass wieder mehr junge Menschen Benzin riechen.

Marcels eigenes Bike und der Auftritt in Willingen

Neben der GÖNRGY Sportster S hat sich Marcel noch ein ganz persönliches Bike aufbauen lassen. Es ist eine Harley-Davidson Low Rider ST, entstanden bei Thunderbike, einem der bekanntesten Custom-Shops in Deutschland. Ob diese Maschine in Willingen zu sehen sein wird, ist offen.

Farbige Flavour-Übersicht Am Heck Der Gönrgy Harley-Davidson Sportster S
Flavour-Übersicht am Heck der GÖNRGY Sportster S.

Überhaupt gilt für den Auftritt bei den Harley Days: Ganz groß angelegt ist er nicht, aber rund um das Bike ist das eine oder andere geplant, über das an dieser Stelle bewusst noch nicht alles verraten sei. Wer vor Ort ist, sollte am GÖNRGY-Auftritt genauer hinschauen.

Warum Reichweite heute so wertvoll ist

Dazu kommt ein Punkt, den man im heutigen Marketing gut kennt. Die Aufmerksamkeit der Menschen ist zersplittert, die Zielgruppen sind über unzählige Plattformen verstreut, und die organische Reichweite klassischer Kanäle sinkt seit Jahren. Reichweite ist damit zur eigentlichen Währung geworden. Wer einen echten, glaubwürdigen Draht zu einer schwer erreichbaren jungen Zielgruppe hat, ist selten, und genau solche Kooperationen kommen meist gar nicht erst zustande. Wenn sich also jemand mit dieser Reichweite für Harley-Davidson und fürs Motorradfahren starkmacht, ist das der Zugang, den klassische Werbung heute kaum noch herstellt.

Heckansicht Der Gönrgy Harley-Davidson Sportster S Mit Seitenkoffer Auf Der Messe Dortmund
Heckpartie der GÖNRGY Sportster S mit Seitenkoffer.

Ich kenne das Problem aus der eigenen Arbeit. Auch die Harley-Zielgruppe selbst ist schwer zu greifen, breit gefächert, kaufkräftig, aber über unzählige Kanäle verstreut. Genau da liegt meine Stärke mit Harleysite. Über viele Kanäle hinweg erreiche ich einen großen Teil dieser Szene an einem Ort. Was ich dabei ehrlicherweise weniger erreiche, ist der ganz junge Nachwuchs, meine Kernzielgruppe beginnt eher ab 35. Und genau diese Lücke füllt jemand wie Marcel, der einen Draht zu den Jüngeren hat, die ich und die klassische Motorradwelt sonst kaum ansprechen.

Gebt der Jugend eine Chance

Und damit komme ich zu meinem eigentlichen Appell. Lasst uns ruhig mal fünf gerade sein lassen. Wir müssen der Jugend wieder Raum geben und offener werden, statt jemanden auszugrenzen, nur weil wir vermuten, da könnte einer Geld verdienen.

Reichen wir den Jungen lieber die Hand, so wie bei der Snow Show in Willingen, wo ganz viele Junge, auch kleine Kinder und ganze Vereine mit ihrem Nachwuchs mitgefahren sind und dort wirklich Aufmerksamkeit bekommen haben. So heißt man Menschen willkommen und zeigt ihnen, dass sie in dieser Szene angekommen sind.

Wir dürfen wieder ein Stück positiver werden. Wenn jemand mit so einem Draht zur Jugend sich für die Marke und fürs Motorradfahren begeistert, dann ist das ein Glücksfall, über den wir uns alle freuen sollten.

— Wolf

Motorradführerschein in Europa: die Kosten im Vergleich

Der Motorradführerschein folgt europaweit denselben Klassen, A1 ab 16 Jahren, A2 ab 18 und die offene Klasse A per Stufe. Was sich stark unterscheidet, sind die Pflichtstunden und die Kosten. Deutschland liegt dabei am oberen Ende.

  • Deutschland: Klasse A je nach Umfang rund 2.500 bis 4.000 Euro, dazu viele Pflicht-Sonderfahrten über Land, auf der Autobahn und bei Nacht.
  • Frankreich: A2 mit mindestens 20 Ausbildungsstunden, davon 8 auf dem Übungsplatz und 12 auf der Straße.
  • Italien: A2 mit nur rund 6 Stunden Pflichtpraxis, Theorieprüfung mit 30 Fragen und maximal 3 erlaubten Fehlern.
  • Spanien: A2 grob 400 bis 800 Euro, nach zwei Jahren Aufstieg in die offene Klasse.

Nicht die Regeln sind anderswo lockerer, aber der Einstieg ist in Italien und Spanien mit deutlich weniger Pflichtstunden und Kosten verbunden. Stand Juli 2026.

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Häufige Fragen zur GÖNRGY-Harley-Kooperation

Ist die Kooperation ein großer Sponsoring-Deal?

Nein. Es handelt sich nicht um einen klassischen Werbe- oder Sponsoring-Deal. Im Mittelpunkt steht das Ziel, junge Menschen für das Motorradfahren zu begeistern. Jeder Partner trägt dabei seine eigenen Kosten.

Welches Motorrad steht im Mittelpunkt?

Eine Harley-Davidson Sportster S mit 1.250 cm³, aufgebaut als Custombike im GÖNRGY-Design von Harley-Davidson Hamburg Nord, erstmals gezeigt auf der Messe Motorräder Dortmund.

Was hat es mit Marcels eigener Harley auf sich?

Marcel lässt sich zusätzlich eine Harley-Davidson Low Rider ST bei Thunderbike aufbauen. Das ist sein persönliches Bike, das er selbst bezahlt, und unabhängig vom Ausstellungsfahrzeug im GÖNRGY-Design.

Wo ist die Kooperation als Nächstes zu sehen?

Bei den Harley Days Willingen vom 8. bis 12. Juli 2026, dem Main-Event von Harley-Davidson in Deutschland.

Sobald die Harley Days laufen, berichten wir vom GÖNRGY-Auftritt in Willingen. Wer selbst vorbeischaut, bekommt die Geschichte hinter dem Bike direkt am Stand.

Fotos: Harley-Davidson