Harley-Davidson holt Wachstumsstrategen – Artie Starrs wird CEO
Artie Starrs soll Harley wieder auf Kurs bringen – CEO-Wechsel im Oktober
Artie Starrs übernimmt ab Oktober 2025 den CEO-Posten bei Harley-Davidson. Wer ist der Mann hinter Topgolf und Pizza Hut und warum fiel die Wahl auf ihn?
Harley-Davidson hat bestätigt, dass Artie Starrs ab dem 1. Oktober 2025 den Posten des President und Chief Executive Officer übernehmen wird. Der bisherige CEO Jochen Zeitz bleibt bis Februar 2026 als Senior Advisor im Unternehmen und übergibt den Vorsitz des Aufsichtsrats an Troy Alstead.
Eignung für den Job als Harley‑CEO – und wie er ins Spiel kam
Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass Artie Starrs selbst Harley-Davidson fährt oder eine persönliche Beziehung zur Marke als Biker pflegt. Seine Qualifikation basiert weniger auf Leidenschaft für Motorräder, sondern vor allem auf Führungskompetenz, Markenverständnis und operativer Erfahrung.
Seine Qualifikation und warum der CEO‑Job zu ihm passen könnte
Wachstumserfahrungen & globale Expansion
Als CEO von Topgolf International steigerte Starrs den Umsatz von 1,1 auf 1,8 Milliarden USD (+50 %) und expandierte in fünf neue Länder in Europa und Asien.
Und wie kommt er ins Spiel?
Der Aufsichtsrat suchte einen Nachfolger für Jochen Zeitz in einem längeren Auswahlprozess, der gezielt auf Führungspersönlichkeiten mit globaler Marken- und Wachstumserfahrung abzielte.
Es gab offenbar auch Druck von Investoren wie H Partners, die mit Zeitz’ Strategie unzufrieden waren. Der Wechsel wird als strategischer Schritt gesehen, aktuelle Herausforderungen wie sinkende Nachfrage, alternde Zielgruppen und Dealer-Unzufriedenheit anzugehen.
Kurz gesagt! Artie Starrs ist kein passionierter Harley-Fahrer (zumindest nicht öffentlich bekannt), aber er bringt eine hohe Management- und Wachstumsexpertise mit, die Harley-Davidson in die nächste Entwicklungsphase führen soll. Besonders relevant, sein Hintergrund im Aufbau großer, markengetriebener Franchise-Strukturen und sein erfolgreiches regionales und globales Scaling bei Topgolf und Pizza Hut.
Artie Starrs kommt von Topgolf International, wo er als CEO die weltweite Expansion verantwortete. Unter seiner Führung stieg der Umsatz von 1,1 auf 1,8 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen wuchs auf über 100 Standorte in mehreren Ländern und beschäftigte zuletzt rund 30.000 Mitarbeitende. Zuvor leitete Starrs die globale Marke Pizza Hut, wo er über 18.000 Standorte in 110 Ländern betreute. Seine Karriere begann er als Investmentbanker.
Obwohl keine persönliche Verbindung zur Motorradwelt bekannt ist, betont der Harley-Davidson-Vorstand seine Erfahrung im internationalen Markenmanagement, in Franchise-Strukturen und im Umgang mit komplexen Organisationsmodellen. Starrs soll bestehende Kundengruppen enger an die Marke binden und neue Zielgruppen für Harley-Davidson erschließen. Seine Berufung gilt als strategische Entscheidung, um das Unternehmen auf die nächste Entwicklungsphase vorzubereiten.
Mein persönlicher Gedanke
Die Marke bringt eigentlich alles mit, um am Markt erfolgreich zu sein. Man müsste nur an ein paar Stellschrauben zurückdrehen. Wenn der Fokus wieder stärker auf Kundenzufriedenheit liegt und man aufhört, an jeder Ecke der Produktion noch den letzten Cent rauszupressen, wird sich das langfristig auszahlen – für das Produkt, für die Kunden und fürs Unternehmen. Es wäre außerdem sinnvoll, neue Modelle wieder früher zu präsentieren und damit auch den Markt früher zu bedienen. Wer zu spät liefert, verliert nicht nur Zeit, sondern auch Vertrauen und Kaufbereitschaft.
Text Wolf / Bildnachweis: Foto: PR Newswire / Topgolf Entertainment Group
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