Harley-Davidson CEO Jochen Zeitz rechts, auf der Pan America unterwegs.
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Harley-Davidson will gegen Strafzölle klagen!

Der Harley-Davidson CEO Jochen Zeitz, hat am Montag in Milwaukee bekannt gegeben, gegen die Strafzölle zu klagen. Im Handelsstreit zwischen der EU und den USA ist immer noch keine Einigung in Sicht, im Gegenteil, es wird sogar noch nachgelegt. Ab Juni sollen die Einfuhrzölle auf Harley-Davidson Motorräder um 31 Prozent, auf 56 % steigen. Das ist nicht nur eine Hiobsbotschaft für die Börse, sondern auch für alle 369 europäischen Harley-Davidson Vertragshändler. Die müssten die Zeche am Ende genauso bezahlen und massive Verluste hinnehmen, wenn es denn so kommt.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier, hat zuletzt im Juni 2019 angedeutet, das zum Jahreswechsel 2019, auf 2020 die Möglichkeit zu einer Einigung bestehen würde. Mittlerweile hat schon der US-Präsident gewechselt und die Lage verschlimmert sich gerade extrem. Die Frage ist wohl, ob der gute Mann überhaupt noch im Thema ist, sonst hätte sich bis heute, sicherlich etwas getan. Es geht auch um die Zukunft von deutschen Unternehmen, was scheinbar keinerlei Bedeutung hat.

Jochen Zeitz kann eigentlich auf eine positive Zukunft schauen, die Rendite stimmt.
Jochen Zeitz kann eigentlich in eine positive Zukunft schauen, die Aktie steigt und die Rendite stimmt.

Die wirkliche Problematik liegt darin, das nicht nur die Fahrzeuge aus den USA mit Strafzöllen belegt werden sollen, sondern, es betrifft die gesamte Produktpalette von Harley-Davidson, unabhängig, wo sie produziert worden sind. Eigentlich ist das Unternehmen wieder auf einem guten Weg, der Aktienkurs ist stabil und die Aussichten sind positiv. Die erneute Straffzoll Erhöhung, würde für Harley-Davidson das Ende, auf dem europäischen Markt bedeuten, sagte Jochen Zeitz. Scheinbar sieht in der EU niemand diese Zusammenhänge, das nicht nur ein US-Unternehmen geschädigt wird, sondern jeder Harley-Davidson Vertragshändler, Mitarbeiter bis hin zu den Auszubildenden.

Am Anfang der Strafzölle, hat Harley-Davidson die Zollerhöhung noch selbst getragen, ohne sie weiterzureichen. Ein Jahr später wurde die Produktion für Europa nach Thailand verlagert, was besonders in den USA für große Proteste gesorgt hat. Eine Produktion in Deutschland, ist sicherlich wegen der hohen Kosten keine alternative Lösung, höchstens, wenn sie nur die Parts in Deutschland zusammen setzen würden. Es gibt durchaus Teile von europäischen Zulieferern, unmöglich wäre das nicht.

John Doe

Der Gedanke ist ungewöhnlich, aber durchaus interessant wenn es plötzlich eine Harley-Davidson “Made in Germany” geben würde. Entstanden ist der Schriftzug “Made in Germany” im Jahr 1887, er sollte anstelle von Zoll, als Warnung verstanden werden, das hat ja nicht wirklich geklappt.

Jochen Zeitz bleibt derzeit nichts anderes übrig, als den Klageweg einzuschlagen. Sein Argument: “Harley-Davidson wird durch die Strafzölle, vom europäischen Wettbewerb ausgeschlossen.” Recht hat er, hoffentlich sehen die Richter das genauso!

Text: Harleysite 04/2021

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