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#10 Norwegen - Finnland | Schweden | Dänemark | Zuhause

23 Nov 2018
#10 Norwegen - Finnland | Schweden | Dänemark | Zuhause

#10 In diesem letzen Teil der Nordkap Tour geht es durch drei skandinavische Länder

“Nur wer umherschweift, findet neue Wege.“ – Norwegisches Sprichwort

Eigentlich haben wir keine Zeit zum trödeln, aber auf Reisen ist das bei uns immer anders. Es ist 10 Uhr morgens und wir frühstücken auf der luxurösen Bank/Tisch Kombination.

Wir haben es uns gemütlich gemacht  und die Campingkocher leisten Schwerstarbeit, Kaffee, frische Eier, wir sprechen hier von dem vollen Programm am Morgen. Zwischenzeitlich bekomme ich die Mitteilung, das es Schwierigkeiten mit der Fähre gibt, beide Schiffe, die für uns in Frage kommen sind voll und man versucht noch irgendwas möglich zu machen um uns mit auf das Schiff zu bekommen, das könnte für uns noch ein Problem werden.

Finnland 4136Wir genießen die Sonne am Morgen in FinnlandWir genießen den Sonnenschein und die atmosphäre am Fluß, jetzt noch schnell frisch machen, das Zelt einpacken, es dauert nicht mehr und die Straße hat uns zurück.

Jetzt fahren wir von Simo in Richtung Oulo, das ist eine Küstenstadt an der Westküste von Finnland, wo wir aber er nur durchfahren werden. Ernst wollte vorher schon noch nach Rovaniemi mit uns fahren, dort in der Gegend ist irgendwo das Büro vom Weihnachtsmann, wo er gerne mal vorbeischauen möchte. Das hat er das mittlerweile zum Glück vergessen, für sowas haben wir nun wirklich keine Zeit.

533 Harley Nordkap Tour C0002T01 6Wir sind jetzt 1 1/2 Stunden gefahren und sind hinter Oulu bei ABC Tupos angekommen, das ist mal eine Tankstelle, die sich sehen lassen kann. Es gibt eine großes Angebot an Essen, hier kann man gut und gerne eine Pause einlegen.

Und da klingelt auch schon mein Telefon, wir kommen nicht mehr auf die Fähre in Turku, die ist voll. Zur Überfahrt bucht man eine Kabine, aber alle sind besetzt und das ist das eigentliche Problem. Wir waren einfach zu spät mit unserer Anmeldung und auch von Helsinki ist die Silja Line Fähre voll besetzt.

Ein Raunen geht durch die Menge, wir sind in Lappland und müssen unsere Pläne umwerfen. Entweder fahren wir einen Tag später, oder es geht ein Stück zurück in die nördliche Richtung und wir fahren über Schweden weiter. Tja, ich liebe ja diese großen Fähren, es ist wirklich eine schöne Abwechslung auf einer Motorradtour zwischendurch mit so einer Fähre zu fahren.

Nun müssen wir uns entscheiden, auf die nächste Fähre warten wollen wir eigentlich nicht, wir könnten jetzt zurückfahren und  fahren über Schweden um den Bottnischen Meerbusen, oder wir warten in Turku bis Morgen Abend auf die nächste Fähre.

Wir können ja Entscheidungen treffen und kommen zu dem Entschluss, das Schweden auch schön ist, also wieder zurück. Es geht los, wir fahren die E75 wieder in Richting Norden, das war schon ein eigenartiges Gefühl, generell fahren wir nicht gerne die gleiche Strecke zurück.

Schwedisch-Lappland ist kaum besiedelt und bietet Natur pur!

In Tornio überqueren wir die Grenze zu Schweden und fahren die E4 weiter um die Spitze vom Bottnischen Meerbusen herum. Schweden ist ebenfalls sehr schön, der Anblick der Natur entschädigt einen für alles,  in Schwedisch-Lappland ist noch die wirkliche Wildnis zu entdecken, hier wohnen sehr wenige Menschen. Um die Natur Schwedens zu erleben, benötigt man ein paar mehr Tage mehr im Urlaubs-Kalender, die Nationalparks sind traumhaft und Schweden verfügt außerdem über 100.000 Seen und klares sauberes Wasser lädt einen zum baden ein. Wer die Zeit hat, mietet sich einfach eins der unzähligen Sommerhäuser und schaltet beim Bootfahren, Angeln, Cruisen oder am abends am Lagerfeuer einfach mal ab.

10 SchwedenWir sind im Norden von Schweden, das sind die Erlebnisse, die wir mit nach Hause nehmen, pure Lagerfeuer-Romantik

Um 18:00 Uhr kommen wir in Råneå an und machen einen Tankstopp, wir sind ca. 250 Kilometer von Oulu bis nach Råneå in Schweden gefahren, nun wird es Zeit für heißen Kaffee.

Danach fahren wir jetzt noch eine Stunde weiter, nach 80 Kilometern sind wir einfach mal abgebogen und in dem Ort Norrfjärden gelandet. Wir haben direkt am See eine urige Hütte endeckt, uns würde auch nur der Platz reichen, denn wir wollten wenigstens einmal auf unserer Tour zu richtig Wildcampen. Durch Zufall sehen wir ein paar Schweden in der Nähe, die wir gefragt haben, ob man dort Zelten darf. Eigentlich nicht, wurde uns gesagt, wie das so ist mit Zufällen, steht vor uns der Besitzer von dem schönen Platz. Ihm gehört auch der See. Er macht gerade sein großes Angelboot fertig und will am nächsten Morgen nach Norwegen zum Angeln fahren. Wir sind etwas erstaunt, aber das ist wohl so, hat seinen eigenen See und fährt nach Norwegen zum angeln, denken wir uns.

Schweden Lagerplatz am SeeIn Schweden sitzen wir am Lagerfeuer und warten auf den SonnenuntergangWir sind ja freundliche Typen und haben prophylaktisch schon mal ein SIX-Pack Bier auf die Türtreppe gestellt, so als Entgegenkommen auf eine gute Nachbarschaft für eine Nacht. Das kam natürlich gut an, wenn wir alles sauber hinterlassen, was für uns Naturfreunde eine Selbstverständlichkeit ist, können wir dort unser Zelt aufschlagen. Das haben wir auch gemacht, wir haben sogar Feuerholz für ein Feuer bekommen. Das war wirklich ein Hammerplatz, das Feuer flackert, wir schauen über den See und genießen den Sonnenuntergang, der sich auf dem ruhigen Wasser spiegelt. Das war schon was besonderes, genau wie das Angeln, die musste natürlich wieder Angel ausgeworfen werden, aber was soll ich sagen, nix gefangen, der See ist wahrscheinlich voll mit Fisch und wir nur zu blöd.

Es ist wirklich ein sehr schöner Abend und wir genießen ihn in vollen Zügen. 

Der nächste Morgen fängt gut an, die Sonne zieht auf und der Tau auf dem Zelt verschwindet langsam. Nun merken wir aber, das ein anständiges WC doch irgendwie fehlt, der See reicht zum frischmachen, aber wir müssen alle drei auf den Pott und Hunger haben wir auch schon wieder. Also wird schnell alles eingepackt, der Platz ist sauber und wir können los, nur wohin, der Druck steigt. Wir fahren 15 Kilometer weiter in die nächst größere Stadt Piteå, wir entdecken zwar einen Bäcker, aber wir haben eine bessere Idee, den vor uns ist das Kust 5 Sterne Hotel & Spa, die werden doch ein gutes Frühststück für uns haben, in den Laden sind wir rein. Und richtig, wir können für 15.-€ ans Frühstücksbuffet, aber erstmal schauen wir uns die Sanitären Anlagen in der Lobby an, bevor wir in die Skybar zum Frühstücken fahren. Ich gebe zu, die Rezeptionistin hat nicht schlecht geschaut, als wir mit Kulturtasche ins Bad sind. Wir waren wieder happy, ein tolles Frühstück und es kann weitergehen, die Sonne scheint auch noch und nun wollen wir nach Stockholm fahren. Ja genau, das sind von Norrfjärden ca. 860 Kilometer die wir vor uns haben. Das ist auch der Grund, warum wir etwas mehr am Hahn gezogen haben, sonst hätten wir auch auf die Fähre warten können.

Nordkap Tour SchwedenBei starkem Wind ist seine Heritage durstigDer Wind nimmt wieder zu, er drückt ganz schön von vorne. Ernst mit seiner E-Glide und ich mit der Road Glide Ultra haben damit soweit kein Problem, nur Hermann seine Heritage hat einiges weniger an Dampf auf dem Kessel als wir und verbraucht bei starkem Wind und höherer Geschwindigkeit mehr als gedacht, die Erfahrung haben wir schon auf dem Weg nach von Kiel nach Skagen in Dänemark mit ihm gemacht, jede Tankstelle war seine.

Das hat er jetzt schon bloß schon wieder vergessen gehabt, das seine Heritage bei Wind Durst hat, somit ist es dazu gekommen, das wir außerplanmäßig rechts ran mussten. Hermann musste den Reservekanister hervorzaubern und nachtanken. Egal, wir lachen ja noch, dafür haben wir den Kanister ja mitgenommen. Die Road Glide Ultra hat teilweise vom Bordcomputer eine Reichweite von über 400 Kilometern angezeigt bekommen, mit der brauchst auf so einer Strecke bloß einmal tanken.

Es geht wieder los, die E4 gehört uns und wir ziehen weiter durch in Richtung Stockholm. Wo der Wind ist, sind die Wolken auch nicht weit und dazu gesellt sich jetzt wieder der Regen. Es wird immer schlimmer, wir sind alle genervt, aber halten durch. Plötzlich ist die Autobahn vor uns dicht, ein Stau hat sich gebildet und wir fahren langsam durch die Mitte weiter. Das solltet ihr mal sehen, die machen alle Platz für uns, unglaublich wie das geht, einer nach dem anderen fährt zur Seite. Das nenne ich mal vorbildlich, der Regen entwickelt sich immer mehr zu einem Unwetter.

Dunlop Multi Tread ReifenDer Dunlop Multi Tread Reifen schafft noch einige Tausend Kilometer mehr.Ernst und Hermann haben mit ihren Reifen zu kämpfen, sie haben beide vor der Tour einen noname Reifen mit einem ähnlichen Metzteler Profil montieren lassen und das Profil war bei ihnen nach 6000 Kilometern Geschichte, das war nichts, der billigschrott lohnt sich nicht. Eigentlich wollten sie den gar nicht drauf haben, da gab es wohl ein Komunikationsproblem mit der Werkstatt von ihnen. Bei mir ist der Dunlop Multi Tread Reifen drauf, alles gut, das Profil wird noch ein paar tausend Kilometer länger halten, der Reifen hat sich wirklich bewährt und bevor der nicht 18000 drauf hat, muss der nicht weg. 

Nordkap Lappland 4184In Schweden an der Raststätte, wir legen mit unseren Harleys genervt vom Regen eine Pause ein

Was besonders aufgefallen ist, in den Kurven wird er in Skandinavien etwas lauter, weil das Gummi an der Außenwand weicher ist, als in der Mitte und der Straßenbelag im Norden ist etwas rauher, darum hört man das.

Aber wir kommen voran,  wir stoppen nur kurz zum nachtanken und reden nicht viel, wir wollen zielstrebig weiter. In Gävle ist dann schluss, der Regen und der Verkehr machen uns fertig, wir sind ein paar Kilometer vor Stockholm, aber das ist uns jetzt egal, wir stoppen und quartieren uns im Scandic Gavle West ein. Um die 90,-€ die Nacht zahlen wir, das ist uns die Sache wert. Abpacken und rein ins Hotel, tolles Essen haben sie hier, das gefällt uns. Nach einem gezapften sind wir prompt Müde und gehen früh ins Bett um Morgen Früh ausgeruht die letzte Etappe unserer Nordkap Tour zu fahren.

Harley Davidson NoerrkoepingStopp auf einen Kaffee beim Harley Davidson Norrköping DealerEndspurt! Frisch und ausgeruht wird im Hotel gefrühstückt und wir fahren los, heute wollen wir bis Fehmarn durchfahren, egal was kommt. Das Wetter ist etwas durchwachsen, aber nicht mehr so wie schlimm wie gestern. Wir fahren durch Stockholm ohne Stopp, der nächste halt ist nach 330 Kilometern in Norrköping geplant, dort ist ein Harley-Davidson Händler, bei dem wir mal reinschauen wollen. Kaffee, T-Shirt einmal durch den Laden schlendern und um 15:00Uhr sind wir wieder auf der E4 in Richtung Süden.

10 Daenemark

Jetzt machen wir an einer Raststätte kurz Mittag und nun haben wir 400 Kilometer bis nach Helsingborg vor uns. Dort setzen wir mit der Fähre nach Helsingør in Dänemark über. Uns kann nichts mehr halten, an Kopenhagen fliegen wir vorbei, wir haben noch 260 Kilometer bis nach Rødbyhavn. Wir haben endlich mal wieder Glück, es ist trocken und neben uns erleben wir einen tollen Sonnenuntergang, die glühende Sonne versinkt im Meer, das macht wirklich Spaß mit anzusehen.

 Wir fahren über die Farøbroerne Brücke in Dänemark

Rodbyhavn PuttgardenUnsere Harleys tragen uns etwas flotter, bis wir dann um 22:00 Uhr auf die Fähre in Richtung Puttgarden verladen werden. Jetzt noch 45 Minuten Schifffahrt und wir sind wieder in Deutschland. Nun geht alles ganz schnell, wir stehen vorne und sind die Ersten, die von Bord fahren dürfen, die Rampen klappern und schon haben wir das Festland unter uns. 

Jetzt fahren wir noch ein paar Meter und dann kommt die Verabschiedung. Hermann bleibt auf seiner Insel Fehmarn, Ernst und ich fahren noch 60 Kilometer weiter, bis jeder von uns Zuhause angekommen ist. Am letzten Tag sind wir 1000 Kilometer gefahren, aber so ist das, wenn es nach Hause gehen soll, zieht man durch. Wir sind alle drei Platt, im Gepack haben wir Erlebnisse, die wir nie vergessen werden, es war wiedermal eine unvergessliche Tour, die wir hinter uns haben.

Gestartet sind wir am 2. Juli 2017 und waren spät Abends am 17. Juli 2017 mit ca. 8000 Kilometern mehr auf dem Tacho wieder zurück. Die Harleys haben alle drei super durchgehalten, In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli erreichten wir das Nordkap in Norwegen.

Jedes noch so große Abenteuer hat mal ein Ende, klar ist aber, das war nicht unser letztes.  

 

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung. Unserer Tour Partner, Visit NorwayColor LineThe Rokker Company Tallink Silja Line

 

In diesem Sinne, danke fürs Liken, Teilen und teilhaben an unserer Tour.

live to ride ride to life

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