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#8 Norwegen - Olderdalen | Hammerfest | Nordkap - More miles, More memories

15 Nov 2018
#8 Norwegen - Olderdalen | Hammerfest | Nordkap - More miles, More memories

More miles, More memories

Aufwachen mit Meeresrauschen im Ohr und einem großen Ziel für den Tag

Gut gelaunt starten wir in einen neuen Tag, ohne irgendwelche Beschwerden die eventuell vom Bärenschnaps herühren könnten machen wir uns fertig für einen großartigen Tag. Vielleicht liegt es daran, das wir bis 10:00 Uhr geschlafen haben. Wir machen uns noch etwas frisch, das Bad ist wirklich großzügig und sauber. Waschräume sind generell ein großer Vorteil der Campingplätze, im Gegensatz zum Wildcampen. Besonders, wenn die Leute wie hier so besonders nett sind, wir verabschieden uns herzlichst, zum Glück gibt es dazu nicht auch noch einen besonderen Schnaps und mit etwas Verspätung geht es nun los.

Hammerfest NordkapWir starten gut gelaunt in Olderdalen und haben Hammerfest und das Nordkap auf dem Plan.Leider müssen wir an unserem großen Tag direkt die Regensachen rausholen, es regenet nicht übermäßig stark, aber die Straßen sind nass. Nun kommen wir als erstes direkt in eine Baustelle gefahren, das heißt Stopp. Wie üblich in Norwegen, wird man durch die Baustelle geführt, auch hier treffen wir wieder freundliche Bauarbeiter, die technikinteressiert die Maschinen bewundern, bevor es für uns weitergeht. Erstes Vorhaben ist die Suche nach einem guten Frühstück, so ganz optimistisch sind wir noch nicht, das wir damit Erfolg haben werden. Es geht erstmal weiter auf der E6 in Richtung Norden, die Augen weit offen nach einem Kaffee.

Is klar, ohne unser Frühstück kommen wir nicht so recht in Bewegung!

Nach 40 Kilometern kommen wir in Sørkjosen reingefahren und siehe da, das Erste was wir sehen ist ein Kaffee mit Ausblick aufs Meer. Der Name "På Taket Kafé AS" ist nicht auszusprechen, aber das Frühstück ist schon perfekt, auch wenn wir jetzt schon fast Mittag haben. Frühstück in SørkjosenWir haben Glück und finden das perfekte Kaffee für ein gutes Frühstück in SørkjosenIhr findet den Ort vom Kaffee auf unserer Google Tour Map. Schön mit weißer Rose auf dem Tisch, sieht das doch echt gemütlich aus.

Frisch gestärkt fahren wir jetzt weiter, beim Frühstück haben wir überlegt, was wir heute alles erreichen wollen, blöd nur, das wir beim Frühstück immer so viel reden und vor allem lange reden, so eine Stunde ist ja nix. Wir würden heute gerne noch am Nordkap ankommen wollen, Hammerfest gilt als die nördlichste Stadt der Welt, auch wenn das nicht so ganz richtig ist, aber trotzdem müsste man dort eigentlich mal gewesen sein.

Zeitlich gesehen ist das kein Problem, wenn wir erst spät am Nordkap ankommen wäre das eher ein Vorteil. Dort kommen tagsüber viele Touristenbusse und Wohnmobile vorgefahren, besonders wenn im Hafen von Honningsvåg Kreuzfahrtschiffe oder die Schiffe der Hurtigrute angelegt haben, ist am Nordkap viel los. Aber jetzt fahren wir erstmal entschlossen nach Hammerfest, die Stadt wollen wir mal gesehen haben. 

Wir sind unterwegs nach Hammerfest

Tankstelle in AltaDie norwegische Truckerin ließ uns ganz schön staunen, als sie mit ihrem Truck-Gespann abgezogen ist.Nun haben gut wir durchgezogen, 2 1/2 Stunden für 175 Kilometer und wir machen in Alta einen Tankstopp. Die Harleys sehen ganz schön verdreckt aus, der Straßenstaub frisst sich richtig fest, er läßt sich nicht mal eben abwischen. Nun machen wir noch ein Selfie an der Tankstelle, da kommt plötzlich eine junge hübsche Norwegerin an meine Seite und läßt sich mit abknippsen. Ein kurzer Smalltalk und sie läuft weiter, es steht nur noch ein Kipper mit Anhänger an der Tankstelle und kein PKW, wo will sie hin? Richtig, sie fährt den dicken Kipper, wir haben nicht schlecht gestaunt, ganz schön taff die Norwegerinnen. Etwas verstört geht es für uns auch weiter, bis nach Hammerfest sind es noch 140 Kilometer, das können wir sicherlich in knapp 2 Stunden schaffen. Wir erleben eine schöne Landschaft, teilweise etwas nüchtern und hinter dem nächsten Berg ist plötzlich wieder alles grün. 

Panne: Ernst hat ein Problem mit der Schaltung

Ernst hat eine Panne in NorwegenTrotz Panne sind wir gut gelaunt, sie hält uns auch nicht lange auf.Das kann passieren, die Schraube vom Schalthebel hat sich gelockert, die müssen wir erstmal wieder fest ziehen. Es ist der Moment wo wir feststellen, wie gefährlich es am Straßenrand sein kann, die Trucks kennen hier kein Pardon und halten drauf.  Wir sind mit Werkzeug gut ausgerüstet, wenn es sein muss, können wir den ganzen Ofen an der Straße zerlegen, solche Kleinigkeiten werden uns bei unserem Vorhaben nicht stoppen. Es dauert nicht lange und wir können weiterfahren. Ok, nicht gerade weit, die Schraube hat ein defektes Gewinde und die Schaltwippe ist kurz vorm verlieren. Als wir das dritte mal standen, wurde das Problem mit Kabelbinder gelöst (sind auf einer Tour Pflicht), das hält ewig und das tat es auch.

Die ersten Rentiere laufen uns über den Weg

Rentiere laufen in Norwegen in großen HerdenMit Eisbären muss man in Hammerfest nicht rechnen.Wir kommen der Insel, auf der die Stadt Hammerfest ist, immer näher. Als wir die Brücke zur Insel erreichen, sehen wir erstmals ein Schild, auf dem vor Rentieren gewarnt wird. Auf der Insel laufen Zuchtherden frei rum, wie auch im übrigen Land. Sie können im Norden überall auftauchen und das tun sie auch. Es kommt sogar vor, das sie im Tunnel laufen, mit ihnen muss immer gerechnet werden. Blöd ist nur, das man sie nicht besonders gut sehen kann, sie sind sehr gut an die Umwelt angepasst.

Kaum fahren wir über die Brücke, kommen wir in eine Baustelle und genau in dieser Baustelle läuft eine Herde Rentiere entspannt rum. Das sind schöne Tiere, aber wir wollen weiter und ein Stück weiter sehen wir das nächste Schild, das und kurz nachdenken läßt. Auf dem Schild steht, das wir jetzt in der Hammerfest Kommune sind, aber was soll der Eisbär mit rotem Hintergrund auf den Schild. Jedenfalls bedeutet es nicht, das hier Eisbären rumlaufen, früher sind die Eisbären Jäger mit ihren Booten von Hammerfest aus nach Spitzbergen in See gestochen. Vor uns kommt hinter einem Berg jetzt Hammerfest zum Vorschein, der Nebel liegt über dem Hafen, das Wettter ist ziemlich rau aber es regnet gerade mal nicht.

Offshore Versorger Hammerfest 8556Der Offshore Versorger liegt vom Nebel bedeckt im Hafen von HammerfestIm Hafen liegen ein Offshore Versorger und ein paar kleinere Boote. Die Stadt gibt nicht viel her, wir wollen eigentlich irgendwo nett sitzen und endlich was essen, außer dem Frühstück hatten wir noch nichts und das ist nun schon wieder 19:00 Uhr. Keine Ahnung, wo wir die Zeit gelassen haben, aber Dunkelheit ist hier ja kein Thema, als sehen wir das enspannt. Was wir nicht entspannt sehen, wir finden kein Restaurant, entweder haben sie zu, oder das ist nichts, was uns gefällt. Wir finden zum Glück doch noch einen Chinesen, das geht immer, das Essen liegt auch nicht so schwer im Magen. Das Menü  im Dickson Kinesisk Restaurant ist gut, wir haben echt Glück. Was uns in Hammerfest besonders auffällt ist, wir haben vorher nirgends Migranten, oder Flüchlinge  gesehen, womöglich lag es daran, das die alle in Hammerfest wohnen. Zum Herbst ist das hier ja vorbei mit der Sonne, damit soll man erstmal klar kommen.

Gut gestärkt geht es jetzt zum Nordkap

Rentier am Nordkap 8611Man erkennt das Rentier erst sehr spät!Für uns ist das klar, wir sind jetzt hier gewesen und nun schnell wieder los! Das nächste Ziel ist das Nordkap, das sollten wir bis Mitternacht schaffen. Wir haben es eilig von der Insel wieder runterzukommen, der Nebel hängt tief über der grauen Stadt und das Wetter kann nur besser werden.

Umso weiter wir kommen, lockert es etwas auf, teilweise wird die Umgebung sogar wieder grün, das ist wirklich eigenartig, es gibt einem das Gefühl durch vier Jahreszeiten zu fahren.

Plötzlich kommt der Seeadler über mich geflogen

Der Seeadler am NordkapPlötzlich tauchte über mir der Seeadler aufNach der grünen Landschaft wird es langsam wieder eintöniger, vor uns kommt der 6,87 kilometerlange Nordkaptunnel, er verbindet die Insel Magerøya mit dem Festland. Hinter dem Nordkaptunnel ändert sich promt wieder die Umgebung und das Wetter, wir bekommen wieder Schnee an den Seiten zu sehen, Berge und das rauhe Meer.

Wir sind auf die Insel Magerøya gefahren, an der Spitze der Insel ist das Nordkap. Wir fahren die Küstenstraße entlang und plötzlich taucht über mir zum greifen nahe ein Seeadler auf, das ist wirklich ein mächtiges schönes Tier. Er zieht über mir rüber zum Nordmeer und fliegt auf meiner Höhe ein Stück neben uns her, der Moment hatte etwas mystisches, denn zum Nordkap wollte ich schon vor 30 Jahren mit meinem Kumpel Lars fahren, leider kann er heute nicht mehr dabei sein und wir haben früher immer Seeadler beobachtet.

Verschiebe deine Träume nicht nach hinten!

Deswegen soll man seine Träume nicht immer wieder verschieben und das ist auch mit ein Grund, warum es jetzt zum Nordkap geht. Hier ist eigentlich gar nichts, das ist eine rauhe Gegend, Regen, Kalt, Nebel, aber es hat trotzdem was besonderes. Es ist eine reine Kopfsache, wenn man sich auf den Weg zum Nordkap macht. Wir kommen unserem Ziel immer näher und die Strecke ist wirklich wieder atemberaubend, die großen Weiten öffnen sich vor uns, die Straße verliert sich irgendwo im Tal, einfach klasse. Meine Navigation zeigt mir an, das wir gleich da sind, jetzt geht es den Berg hoch und wir sind am Parkplatz vom Nordkap angekommen.

Wir sind am Nordkap angekommenWir sind am Nordkap angekommen und es ist hell wie am Tag.Und wir haben Glück, es ist Mitternacht und vom Personal, das sonst kassiert und regelt, wer durchfahren darf, ist keiner mehr vor Ort. Wir können direkt zum Globus fahren und einen Blick vom Kap aufs Meer werfen. Wir sind überglücklich und ein Blick auf den Kilometerzähler sagt mir, das ich bisher auf der Tour 4892 Kilometer gefahren bin. 

Wir treffen noch ein paar ander Biker, zwar keine Harley Fahrer, aber das ist dem Moment auch egal. Hier fahren die ganzen BMW GS Fahrer hin, ich würde auch fast sagen, das jeder der eine GS fährt hier hochfährt. Zumindest unterschreiben sie in ihrem Kaufvertrag sicherlich, das sie mit ihrer GS mindestens einmal zum Nordkap fahren müssen. Denn wir haben wirklich viele von ihnen hier oben fahren sehen. Ich bin wohl einer der Ersten mit dem neuen Milwaukee-Eight Motor am Nordkap. Das ist ja auch was!

Wir sind hier schon wieder zwei Stunden im Rausch, aber nun müssen wir doch irgendwann unser Lager finden. Ich habe über Booking com eine Hütte im Midnatsol Camping gebucht. Zwar erst auf den letzten Drücker, aber der Schlüssel sollte für uns parat liegen. Nun haben wir uns doch mal vom Nordkap losreißen können und fahren die paar Kilometer zu unser angedachten Hütte. Tja, der Schlüsselkasten war leer, entweder dachten sie, das wir nicht mehr kommen, oder hier hat sich einfach jemand bedient. Ok, es ist zwar ganz schön stürmisch geworden, aber irgendwie bekommen wir unsere Zelte doch aufgebaut. Immerhin haben wir Zugang zum Bad und den Waschräumen, das ist echt ganz gut. Es ist jetzt halb drei Uhr morgens, das war ein aufregender Tag, wir haben gut Kilometer gerissen, wieder viel erlebt und irgendwie ist das cool, das es immer noch hell ist. Gute Nacht, der letzte macht das Licht aus!

 

Unterkünfte:

Midnatsol Camping

Weitere Unterkünfte am Nordkap

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung unserer Tour Partner, Visit NorwayColor LineThe Rokker Company und der Tallink Silja Line

Mehr Bilder vom Teil 8 der Tour von Olderdalen nach Hammerfest und zum Nordkap

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