Auf der Harley-Davidson nach Istrien

Mit den Harleys nach Istrien mit Zwischenstopp zur European Bike Week 2019 am Faaker See

Meine Frau Carmen, unser Freund Karle und Ich fuhren dieses Jahr mit unseren Harleys nach Slowenien und Kroatien.
Unsere Maschinen:  Spyros Harley Slim- Bj. 2014, 103 Motor, 1690ccm;
Carmens Harley Dyna Street Bob- Bj. 2016, 103 Motor 1690ccm;
Karles Harley Brake Out CVO- Bj. 2017, 110 Motor, 1801ccm;

Spyro, Carmen und Karle
Spyro, Carmen und Karle

Bei unserer diesjährigen Route wollten wir etwas Zeit gewinnen um zügig in den Süden zu gelangen. Somit schruppten wir zunächst ein paar km auf der Autobahn.

Unsere Route verlief über München-Salzburg-Villach. Kurz vor der österreichischen Grenze tankten wir nochmal auf. Durch den Karawankentunnel ging es dann weiter nach Slowenien.

Auf der Gegenspur bildete sich mittlerweile eine Kilometerlange Schlange vom Heimreiseverkehr. Diesmal waren wir auf der richtigen Seite. Nach knappen 540km machten wir zunächst in Kranj einen Kaffee-Stopp um dann eine geeignete Unterkunft zu suchen.

Gleich unser erster Halt an einem Café entlang der Hauptstraße entpuppte sich als ein 3 Sterne Hotel in dem wir unsere erste Nacht verbrachten. Top Zimmer, faire Preise.

Das Personal war total freundlich, wir mussten unser Hauptgepäck nicht mit in den ersten Stock schleppen, sondern durften dies in einem separaten Raum deponieren.

Harley Tour nach Istrien
Lecker Pause

Nach dem Einchecken begaben wir uns auf die gemütliche Terrasse und ergötzten uns am leckeren Essen welches aus gegrillten Calamaris, geilen Beilagen wie gegrilltes Gemüse und Salaten bestand. Dazu gab es natürlich ein paar Bierchen die wir uns verdient hatten.

Nach einem guten Schlaf in sehr bequemen Betten gab es am nächsten Morgen ein reichhaltiges und leckeres Biker-Frühstück.
Anschließend packten wir unser Gepäck auf die Maschinen und starteten gen Süden weiter.

Die Route führte nach Ljubljana, Adelsberg nach Kopper.

Mit der Sonne an unserer Seite fuhren wir noch ein Stück Autobahn. Wir spürten verstärkt die südlich-warme Luft auf unserem Gesicht. Langsam wurde es wärmer und wärmer.

Es dauerte nicht lange und die Hitze fühlte sich an wie in einem Backofen. Nun war es an der Zeit unsere warmen Jacken abzulegen. Wir fuhren einen Parkplatz an und befreiten uns von den warmen Klamotten. Carmen (The Rocker Lady) entschied sich gleich nur mit T-Shirt und Weste weiter zu fahren.

Nach einer kurzen Fahrt verließen wir die Autobahn Richtung Meer.

An der Küste entlang auf der H6 ging es nach Izola.
In Izola angekommen machten wir an einem Café an der Promenade halt und parkten unsere Bikes direkt davor. Wir nahmen Platz und chillten in den gemütlichen Sitzen des Cafés bei gutem Latte Macchiato und leckeren Cremeschnitten.

Langsam machte sich die Entspannung bemerkbar. Rumlümmeln und dem Treiben auf der Straße zusehen. Interessante Menschen, heiße Girls, sommerlich gut gekleidet wie auch kuriose Gestalten füllten den Catwalk on the Street.

-Irgendwann fuhr auch Chullio heran. Ein cool gestylter Typ auf seinem Street Bike und ließ seine langbeinige Begleiterin im sommerlichen Look absteigen. Eine langhaarige, blonde Chika mit graziösem Stiel.

Nach einem Abschiedskuss und eleganter Gestik ging sie ihres Weges und Chullio mit dunkler Brille, im edlen Hemd und Jeans startete seine Maschine und machte sich vom Staub. Geiler Auftritt. Den Rest dazwischen lasse ich weg!

Irgendwann mussten wir unsere Tribüne verlassen. Wir machten uns auf und stiegen auf unsere Maschinen. Weiter ging`s auf der 111 entlang der Küste nach Umag.

Manchmal kommt man an Restaurants vorbei, bei denen direkt an der Straße ein Grill steht. Auf diesem drehen sich am Spieß knusprige Spanferkel und laden zum leckeren Essen ein. Aber leider kann man nicht immer einen Stopp einlegen. Shit.

Nach einer geilen Fahrt durch die tolle Gegend und einem in der Ferne liegenden blauen Wasser, stoppten wir bei Umag direkt am Meer. Nach der Fahrt in der Hitze lockte das herrlich, blaue Meer zum Baden.

Es fehlte nicht viel und ich wäre beinahe aus den Klamotten raus und nackt ins Wasser gesprungen. – Jedoch galt es zunächst eine Bleibe zu finden.
Umag ist ein kleines Städtchen mit einer netten Promenade am Hafen mit seinen Cafés und Restaurants. Das Leben pulsiert durch seine Einheimischen, den Fischern und den Touristen.

Hier machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft.. Carmen unsere „Check In-Guide-Spezialistin“ fand in der Nähe von Umag eine nette Pension mit fairem Preis.

Das Appartement mit zwei Zimmern ausgestattet war gemütlich eingerichtet und sehr sauber. Unsere Harleys konnten wir im Hof unter Feigen und Olivenbäumen parken.

Unsere Gastgeberin empfing uns sehr freundlich und lud uns gleich zu einem türkischen Kaffee ein.

Zuvor schenkte sie uns ein paar frisch gepflückte Feigen vom eigenen Baum. Lecker geile Feigen 😉

Auf der Terrasse welche von Granatäpfel,- Oliven- und Feigen-Bäumen umgeben war, tranken wir den leckeren, türkischen Kaffee. Rosmarinbüsche versprühten ihren intensiven Duft welche uns mediterranes Flair einhauchten.

Nach einem netten smal-Talk bezogen wir unser Appartement. Danach ging´s gleich wieder auf den Maschinen los die Gegend etwas zu erkunden.

Ein paar Kilometer weiter kamen wir an einem Campingplatz vorbei und fuhren dort zum Beach. Wir verweilten eine Zeit und genossen den restlichen Tag am Meer und ließen unseren Trip Revue passieren. Der Strand war sehr gewöhnungsbedürftig.

Konnte nicht glauben dass an diesem Strand Leute ihren Urlaub verbringen. Die Hütten waren alle in einem braunen Farbton gestrichen und ähnelten einer Siedlung. Kloakenduft lag in der Luft.

Also als Badeort konnte ich mir wirklich andere Plätze besser vorstellen. Dass Urlauber sich in solcher Gegend wohlfühlten war für mich unverständlich.

Langsam machte sich bei uns der Hunger bemerkbar. Also schwangen wir uns auf unsere Maschinen und fuhren zurück zu unserem Headquarter.
Frisch geduscht, geschminkt und gepudert zogen wir los und fuhren in Richtung Umag.

Vom Highway etwas zurück versetzt sahen wir ein Grillrestaurant. Es lockte durch seine Lage, dessen Beleuchtung und vermittelte einen guten Eindruck. Auf Grund des vollen Parkplatzes nahmen wir an, dass es dort sicher eine gute Küche gab!

Wir bogen also ab und rollten auf den Parkplatz. Die Blicke einiger Gäste richteten sich auf uns und unseren Maschinen. Naja dieses Gefühl kennt ja wohl jeder Harley-Fahrer. Da wird jeder Kolbenhub zum geilen Auftritt!

An einem schönen Platz setzten wir uns an einen Tisch und warteten voller Erwartung auf den Kellner. Wir bestellten was das Zeugs hielt.
Die Speisekarte bestand aus lauter Leckereien sodass uns die Wahl schwer viel.

Von Pizzas, Antipasti, Grillteller, Fisch, gegrilltes Gemüse, Kartoffelschnitz, leckere Salate sowie leckere Nachspeisen, war alles erhältlich. Ein Festmahl schlecht hin.

Wir genossen das geniale Essen und verweilten im angenehmen Ambiente. Uns war klar, dass wir hier sicher wieder einmal vorbeikommen.
Gut genährt mit vollem Ranzen, ging es wieder zurück zu unsere Unterkunft.

Es war immer noch schön warm als wir uns nur im T-Shirt und Weste auf unsere Maschinen schwingten und mit grollendem Harley-Sound in die Nacht verschwanden.

In unserer Unterkunft angekommen saßen unsere Gastgeberin mit ihrer Familie noch draußen und luden uns auf ein Gläschen Wein aus der Region ein. Wir genossen zusammen die freundliche Gesellschaft und ließen unseren zweiten Tag entspannt zurück.

Irgendwann ging es ins Bett. Die Betten waren super bequem, so dass wir bei offener Balkontür unter Vollmond mit Grillengezirpe und herrlicher Abendluft einschliefen.

Am nächsten Morgen gab es zum Frühstück Spiegeleier, Käse und Speck.

Dabei stellten wir fest, dass unser Standort gar nicht so schlecht war und entschieden uns zwei Nächte hier zu bleiben.

Auf den gut ausgebauten Straßen fuhren wir mit unseren Harleys durchs Land und genossen die schöne Gegend bei schönstem Wetter.

Wir fuhren nach Novigrad und erkundeten das Städtchen mit seinem charmanten Hafen. Nach einem Kaffee in einer Café-Bar fuhren wir weiter nach Porec´.

Die Route führte über eine Meeresenge. Wir überfuhren diese auf einer Dammähnlichen Straße. Das war sowas von beeindruckend. Man fährt gefühlsmäßig auf Wasserhöhe mit dem Blick links und rechts von Wasser umgeben.

An den Straßen kommt man an Obst und Gemüseständen vorbei. Auch Olivenöl und Paprika wird dem Vorbeifahrenden angeboten. Und dann noch die voll fetten Wassermelonen die man auf dem Moped unter schwierigsten Umständen transportieren müsste.

Porec´ ist eine interessante und sehr lebhafte Stadt mit einem alten Stadtkern.

In einem Turm aus vergangener Zeiten befindet sich ein Restaurant, welches sich über drei Stockwerke erstreckt. Über eine rustikale Holz-Treppe gelangt man auf das obere Geschoss. Von oben aus hat man eine herrliche Aussicht über Porec´. Porec´ ist ein Ausflug wert.

Irgendwann machte uns die Sonne so zu schaffen, sodass wir uns entschieden, Richtung Rovinj zu fahren um einem geeigneten Badestrand zu finden.

Weiter geht es auf unseren Harleys

Wir gingen zu unseren Maschinen zurück und donnerten los.

Irgendwo bogen wir einfach mal links ab und kamen tatsächlich an einen Bade-Strand. Sogar eine Strandbar gab es dort. Genial zum Abhängen. Wir stellten unsere Bikes in Sichtweite ab und begaben uns zum Baden.

Abends fuhren wir noch an einem Supermarkt vorbei und kauften was zum Essen ein. Wir kochten uns Spagetti. Von unserer Gastgeberin bekamen wir frisch abgekochte Tomaten, welche sie tagsüber in einem riesigen Topf zu einem Sugo abkochte.

Die von mir zubereitete Soße verteilte sich im ganzen Haus. Sodass wir unsere netten Gastgeber zum Essen einluden. Und so saßen wir Alle wieder auf der Terrasse zusammen und verbrachten einen tollen Abend bei Wein und Erzählungen. Chiwilly

Am nächsten Tag machten wir uns wieder auf dem Weg. Wir verabschiedeten uns von Maria und ihrer so herzlichen Familie. Sie schenkte jedem von uns ein Gläschen selbstgemachtes Sugo und zwei Flaschen Weißwein.

Die Gastfreundschaft dieser Menschen war so großartig, dass wir immer wieder gern bei Maria einen Stopp einlegen werden. Nochmals vielen Dank „quala“ und „Naswiden“. Auf der 75 fuhren wir weiter Richtung Süden über Porec´ ohne Kartoffelsalat nach Pula.

Banjole sollte unser letztes Domizil In Istrien sein.

Unterhalb von Pula suchten wir wieder nach einer geeigneten Unterkunft. Wir fuhren dort die Gegend etwas ab. Das Fahren machte bei dieser traumhaften Gegend richtig Spaß. Wir fuhren teils direkt am Wasser entlang und kamen an Badebuchten vorbei wo man am liebsten wieder einen Stopp einlegte.

An ein Bierchen war zu dieser Zeit wieder nicht zu denken, jedoch genehmigten wir uns einen leckeren Latte Macciato und aßen die berüchtigte Crem- Schnitte. Nicht wie bei uns auf ca. 125g abgewogen. Nein hier bekommt man ein Stück Crem- Schnitte mit ca. 300g. Also eine echte Biker -Schnitte. 😉

Die Bikes parkten wir direkt davor mit Blick aufs Straßengeschehen. Theater war wieder angesagt.

Unser Domizil in Banjole hatten wir tatsächlich unserer netten Bedienung in Premantura zu verdanken, die sie uns empfohlen hatte.
Eine süße Bedienung mit einem freundlichen Lächeln begrüßte uns herzlich und so kamen wir ins Gespräch.

Ja, ja ich weiß: die wollte bloß unser Geld….Wer so denkt, sollte zu Hause bleiben. Ist nix für Pessimisten!

Wir fuhren zur besagten Unterkunft und waren prompt angenehm überrascht. Man bot uns ein komplettes Häuschen mit Stellplatz für die Maschinen im Innenhof an, mehr braucht man nicht!
Von hier aus erkundeten wir den restlichen Teil Istriens an der Küste entlang und fuhren täglich die verschiedenen Orte mit Ihren Buchten, Häfen und Stränden an.

Abends fuhren wir zu einem Grillrestaurant, welches uns ein Einheimischer empfohlen hatte. Die Empfehlung stellte sich als genial heraus. Auch dort aßen wir vorzüglich und preiswert.

Am nächsten Tag nahmen wir uns Pula vor. Die Stadt ist schon etwas größer als die anderen Städtchen welche wir besucht haben. Wir parkten unsere Maschinen in der Nähe des Centrums und gingen zunächst Frühstücken.

Wir tingelten über dem Markt, weiter durch die Fischhallen, an den vielen Ständen vorbei direkt ins Centrum. Wir fanden ein Café welches uns gefiel.

Dort warteten wir eine Ewigkeit bis wir uns entschlossen hatten uns umzusetzen um dem einzigen und überforderten Kellner im Café zu signalisieren, dass neue Kundschaft da ist.

Naja irgendwann konnten wir unsere Bestellung aufgeben. Auch hier gab es viel zu sehen.

Gestärkt machten wir uns auf dem Weg zur berüchtigten Arena dem Amphitheater. Die bekannteste und schlecht hin bedeutendste Sehenswürdigkeit in Pula. Ein Bollwerk vergangener Zeit.

Drum herum alles voller Touris und wir zwischen drin.
Irgendwann kamen wir auch am Triumphbogen vorbei, das goldene Tor aus 29.-27 v. Chr. von einer Familie Namens Sergei gebaut. Ist schon beeindruckend!

Nordöstlich des Hügels mitten in der Stadt geht es zu einem römischen Theater. Dort vorbei gelangt man zum Kastell. Eine Festung aus der Zeit Anno 1630. Steigt man im Aussichtsturm hoch, hat man einen gigantischen Rundumblick um Pula. Kanonen zieren den großen Platz drum herum und vermitteln den Eindruck brachialer Epochen zum Schutz der Stadt.

So verbrachten wir unsere restlichen Tage in unserem süßen Häuschen mit ausgiebigen Frühstück unter Gesellschaft von Blacky und Miezi. Unsere Ausfahrten führten durch die tolle Gegend zu Badestränden wo wir mindestens einen halben Tag mit Baden verbrachten.

Abends gab es zur Abwechslung auch was Selbstgekochtes und genossen die Abende auf unserer gemütlichen Terrasse und unter dem Pavillon mit einem Gläschen Wein und ein paar Bierchen bei Kerzenlicht. Chiwilly

Nach einer Woche Istrien ging es über Opatija nach Kärnten, Villach Faaker See zum Europen Bikeweek.

In Opatija nahmen wir nochmal einen Kaffee an der Promenade und genossen die restlichen Sonnenstrahlen. Kurz danach hieß es auf die Maschinen und schnell weg hier.

Die Luft wurde kühler, der Himmel zog sich immer mehr zu. Die grauen Wolken zogen sich über das Meer zusammen und verfolgten uns bis zur Autobahn. Im leichten Regen erreichten wir die Mautstelle.

Dort entschieden wir uns unsere Regensachen anzuziehen. Von da an ging es im strömenden Regen dem Norden entgegen nach Villach. Leider war nicht nur der Regen unser Begleiter, auch der nervige Stau verlängerte unsere Fahrt im Regen. Bei ständigem Stopp and Go ging es zäh und regnerisch weiter bin an unser Ziel.

Hier ein Appell an alle Autofahrer, das sollte man normal an die Petition schreiben! Oder an den ADAC. Es ist unverständlich, Motorradfahrer in der Hitze oder im Regen nicht zwischen den stehenden Autos bei Staus durchfahren zu lassen. Die Bedingungen im Sommer wenn die Sonne auf den Helm prallt sind für den Motoradfahrer das Übelste und eine zusätzliche Belastung im Straßenverkehr.

Was steckt da für eine Logik dahinter, den Motorradfahrer das Vorbeifahren nicht zu gewähren. Der Autofahrer hat es da leicht, er sitzt in seinem klimatisierten Fahrzeug.

So ein stures Verhalten kennt man aus vergangenen Tagen und gehört nicht in die heutige Zeit! Verständnisvollen Autofahrer, welche Platz machen gebührt ein Dankeschön. Ich bedankte mich mit einem Handgruß.
Ein dickes Dankeschön an Alle die sich so loyal verhalten. Selbstverständlich sollten solche Aktionen nur im Schritttempo erfolgen!

Im strömenden Regen erreichten wir den Karawankentunnel und genossen erstmals die Wärme im Tunnel. Endlich erreichten wir unser Ziel.

In unserem Stamm-Haus in Ledenitzen wurden wir wieder herzlich begrüßt. Nach dem Einchecken gab es zunächst ein leckeres Bierchen mit unseren Freunden Manne und Tina, welche aus Fulda angereist waren. Natürlich durfte das leckere Essen aus der Küche Rausch nicht fehlen. Nach so einem Tag können die Portionen nicht groß genug sein.

Die nächsten drei Tage wurden vom Regen bestimmt, sodass die Laune der Aussteller etwas im Keller war. Dennoch war alles gut besucht. Die Biker ließen sich ihren jährlichen Spaß nicht nehmen.
Die Tage davor waren sonnenreich, sodass auch viele Ihre Ausfahrten tätigen konnten.

Am dritten Tag mussten wir uns von unserem Weggefährten Karle verabschieden. Karle fuhr begleitet von einem dort angetroffenen Kumpel Udo mit seinem Kumpel aus Bregenz nach Hause.

Unsere letzte Etappe fuhren wir mit Manne und Tina aus Fulda. Es ging nach Rijeka, Krk, Cres und weiter nach Mali Losinj.

Am Abfahrtstag regnete es immer noch. Erneut in Opatija angekommen suchten wir uns ein nettes Café und genossen wieder einen leckeren Latte Macchiato. Parallel dazu suchte uns Carmen eine Unterkunft und fand eine Pension mit wieder richtig netten und höflichen Menschen.

Der Gastgeber nahm uns zunächst in seine Bar mit, wo wir auf ein Gläschen Wein eingeladen wurden.
Der Weißwein hatte letztes Jahr die Goldmedaille erhalten und schmeckte hervorragend.

Dazu gab es natürlich auch nicht zu verhindern, einen selbstgemachten Slibowitz und einen Grappa aus der Region. Der schmierte vielleicht rein!

Nach dem Bezug unserer Zimmer mit Meerblick machten wir uns ein Vesper mit leckeren Sachen welche wir vorher in einem Supermarkt gekauft hatten.

Endlich Feierabend. Wir ließen diesen Tag kurz Revue passieren und freuten uns auf den morgigen Tag.
Die Sonnenstrahlen funkelten durch die Ladenritzen ins Zimmer und weckten uns auf.

Nach einer ordentlichen Morgendusche und einem guten Frühstück ging unsere Fahrt weiter zur Fähre Richtung Cres.
Die Überfahrt bei Sonnenschein machte wieder richtig Laune. Auf der Insel Cres angekommen fuhren wir gleich ins Städtchen Cres und bummelten ein wenig durch die schnuckelige Altstadt und am Hafen entlang.

Die ständig gut duftenden Gerüche der Kroatischen Küche, die einem um die Nase wehten, beschleunigten unseren Appetit. So ließen wir nicht mehr lange Warten und suchten uns ein geeignetes Lokal um unseren Hunger zu stillen. Lecker, gegrillter Tintenfisch, Pizzas, Nudelgerichte und wie immer lecker!

Nachdem wir wieder gestärkt und satt waren, tingelten wir noch etwas herum

Als wir an unserem Restaurant nochmal vorbei kamen, rief uns der Kellner zu. Wir schauten uns an und konnten seine Gestik nicht einordnen, bis er im Lokal verschwand und mit einem Beutel zu uns kam.
Manne hatte seine ganzen Sachen mit Ausweis, Geldbörse und Schlüssel dort liegen lassen.

Auch hier zeigte sich, wie ehrlich diese Menschen sind. Manne war happy und wir sehr beeindruckt.

Entspannt ging dann unsere Fahrt weiter. Die Strecken auf den Inseln sind ein Traum für jeden Motorradfahrer.
Von Hand aufgerichtete Steinmauern auf einer Höhe von ca. 1m türmen sich entlang der Straße, welche Tier und Durchreisende voneinander schützen. Ab und zu kommt man an alte verwahrloste Steinhütten vorbei welche dennoch ihren Charme versprühen.

Ein Eldorado auch für Radfahrer, die man teils hier begegnet.
Die Landschaft wechselt nicht nur Ihren Straßenverlauf von langen Geraden in kurvenreiche Passagen, sondern auch das Landschaftsbild vorbei an felsigen Gebilden in buschige Regionen bis hin vorbei an Oliven-, Feigen- oder andere Bäumen wie Fichten. Eine tolle Fauna. Auch Schafe sieht man ab und zu in den eingegrenzten Gärten unter Olivenbäumen grasen.

Hier heißt es die Gegend genießen. Die Vielfalt dieser idyllischen Landschaft macht Spaß mit der Harley gemütlich zu durchqueren. Hier sollte man Rücksicht nehmen und sich an den Geschwindigkeitsangaben halten. Auch wenn man von den Einheimischen teils überholt wird.

Wenn 40km auf dem Schild stehen, dann sollten man 40km einhalten. Ich gehöre ehrlich gesagt auch nicht zu den ganz korrekten bei Geschwindigkeitsbegrenzungen, aber hier sollte man sich daran halten.
Auf diesen glatten Straßen ist der Bremsweg, wenn es dann noch dazu kommt, Emmens lang.
Ein plötzlich herausspringendes Tier oder aus einer Seitenstraße herausfahrendes Fahrzeug wird vielleicht rechtzeitig wahrgenommen, jedoch reicht es nicht mehr bei der erhöhten Geschwindigkeit, rechtzeitig zum Stehen zu kommen!

Auf den Anhöhen erblickt man das tolle blaue Meer und sehnt sich so schnell wie möglich dahin zu kommen. Aus der Ferne sieht man teils den Streckenverlauf und ergötzt sich am Fahren in dieser tollen Landschaft. „ Ach ist das aufregend!“

Unsere Fahrt führte quer durch die Insel nach Mali Losinj. Dort hatten wir für die restliche Woche eine Pension bei Jasna. Die Tage verbrachten wir chillig mit Sonnenbaden, suchten uns einige Strände aus und verweilten bis zum Abend. Zum leckeren Essen ging es dann zu den einheimischen Lokalen.

Wir trafen dort auch unsere Bekannten Andreas und Angelika vom Chiemsee die mit Ihrem Boot in einer Bucht lagen. Mit Ihnen und derer Freunde besuchten wir ein einheimisches Lokal welches mit einem tollen Garten und eine Menge Utensilien geschmückt eine leckere Kroatische Küche anbietet.

Wir verbrachten schöne Tage an tolle Buchten und schönen Städtchen mit ihren idyllisch angelegten Häfen. Und ruck zuck war es wieder so weit.

Auch diese Tage vergingen rasch und so traten wir unsere Heimreise an.
Diesmal über Krk nach Rijeka und dann mit Zwischenstopp in Ledenitzen.

Das Wetter hatte auch gehalten, sodass wir uns am nächsten Tag mit unseren Maschinen auf den Heimweg machten.

Unsere Tour verlief zunächst Richtung Salzburg. Im Deutschen Raum verließen wir die Autobahn in Höhe Rosenheim und umfuhren den Stau mit einem Zwischenstopp bei Freunden.

Ich hoffe meine Story über Istrien hat Euch gefallen und etwas inspiriert.


Es grüßt Euch

Spyro
Spyridon Maaß
aus Schwarzenberg bei Wangen im Allgäu

Kroatisch:
Dobredan- guten Tag
quala- dankeschön
Naswiden-auf Wiedersehen
Ugnotowetsche-schönen Abend
Chiwilly- zum Wohl

Bildergalerie


Tallink Silja Line

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