Teil 3 Kuba Harley Tour
BTE Auto - Motorrad Reise Zug Hamburg – Lörrach

0

Teil 3 – Kuba Harley Tour nach Las Terrazas – Havanna

Nach einem schönen Abend an der Hotelbar in Vinales verbracht haben, starten wir den nächsten Morgen, um zum nächsten UNESCO Naturschutzgebiet zu fahren.

Wir verlassen Vinales in Richtung Las Terrazas
Wir verlassen Vinales in Richtung Las Terrazas

Auf dem Plan steht Las Terrazas, das von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt worden ist, es liegt zwischen Vinales und Havanna. Unsere Harleys parken vor dem Mangrovenwald und warten schon auf schon auf uns.

Es geht über die Landstraße nach Las Terrazas

Wir haben bis zu unserem heutigen ersten Etappenziel gute zwei Stunden zu fahren, das sind zwar nur 120 Kilometer bis nach Las Terrazas, aber die gehen hoch und runter, kleine Berge, Wälder und viel Landstraße.

Das volle Straßen Natur Programm haben wir vor uns, wir sind gespannt auf das, was kommt.

Hinter jeder Kurve kann eine Überraschung warten

Auf Kuba muss man immer damit rechnen, das ein Trecker, oder Ochsenkarren hinter der nächsten Kurve auftaucht, das macht die Sache so außergewöhnlich, hier wird alles so lange verwendet, bis es sich förmlich aufgelöst hat. So gesehen sind sie ökologisch ganz weit vorne, auch wenn einige Fahrzeuge vor lauter Abgasen vor einem gar nicht zu sehen sind.

Die Kubaner haben sich mit den Sanktionen arrangiert

Die Kubaner schmeißen nicht viel weg, auf der Insel herrscht ein gewisser Kreislauf, was hier gegessen wird, produzieren sie selbst, oder fangen es im Meer. Da kann es schon mal passieren, das der Zucker knapp wird. Es bleibt ihnen ja auch nicht die Wahl, die Sanktionen spürt am ehesten das Volk.

Ein alter Trecker mit Anhänger auf Kuba
Ein Trecker mit Anhänger auf Kuba

Wir sind in den Bergen unterwegs und Ernesto kennt hier irgendwo im Dschungel eine Tankstelle, die Strecke ist etwas abenteuerlich, jedoch soweit kein Problem. Diese urbanen Wälder sind dicht gewachsen, es ist eine schöne Umgebung zum fahren.

Anfang März haben wir bestes Biker Wetter!

Das Wetter spiel bei uns super mit, wie sind Anfang März unterwegs, bisher kein Regen und Temperaturen von über 20 Grad, das lässt sich auf der Harley gut aushalten.

Eine alte Essto Tankstelle im Dschungel von Kuba
Eine Tankstelle im Dschungel von Kuba

Wir haben die Tankstelle erreicht, wir tanken immer für 10 cuc nach (Kubanische Touristenwährung | 1,- Cuc = ca. 1,- Euro), vom Timing passt das sehr gut und der Verbrauch hält sich sowieso in Grenzen.

Ein im Wald verstecktes Restaurant

Unser nächstes Ziel ist ein Restaurant irgendwo in den Wäldern von Las Terrazas. Wir sind auf der Central de Montana unterwegs und nach ein paar Kurven durch den Wald haben wir das Restaurant erreicht. Hier würde man ohne einen Local nie ankommen.

Ich bin immer Skeptisch, wenn ich irgendwo im Wald Essen soll, aber bisher habe ich überall auf der Insel nur gutes zu Essen bekommen, sehr frische Salate und alles was mit Fleisch und Fisch zu tun hat, war frisch.

Kohletabletten sind vorsorglich dabei, werden aber nicht gebraucht, um da mal vorweg zu nehmen. Bevor wir jetzt Müde werden, geht weiter zu einer ehemaligen Kaffee Plantage in Las Terrazas. Die liegt ziemlich weit oben in den Bergen,

Wir stoppen an einem Kaffee im Urwald

Während man bei uns an jeder Ecke ein Kaffee findet, ist unser nächster Zwischenstopp auf dem Weg zur Plantage an einem Kaffee, das am Rand vom Dschungel ist. Die Kubaner trinken gerne Espresso, den bekommt man an den verschiedensten Orten, jedoch ein Americano ist auch kein Problem.

Das Kaffee ist andererseits auch ein kleines Kaffeemuseum, an den Wänden hängen alte Fotos und Gerätschaften, die alle was mit Kaffee zu tun haben. Total gemütlich, die Atmosphäre hat uns gut gefallen.

Kuba entschleunigt uns total

Jetzt soll es weitergehen, das coole an Kuba ist ja, das die Kubaner uns total entschleunigen, das ist Stressabbau pur. Es wird einfach mal an einem Kaffee angehalten und bei einer schönen Zigarre und Espresso machen sie Pause, sprechen, lachen und genießen das Leben.

Wir erreichen die Kaffeeplantage von Las Terrazas

Nach ein paar Kilometern weiter den Berg hinauf, kommen wir bei der Kaffeeplantage an. Hier gibt es sogar ein Kaffee mit Restaurant, was uns jetzt aber nicht weiter beschäftigt.

Es ist eine der ältesten Kaffeeplantagen von Kuba, heute ist sie nicht mehr aktiv, in dem ehemaligen Herrenhaus ist heute ein schönes Restaurant und dazu gibt es einen traumhaften Ausblick über das Naturschutzgebiet.

Was man dazu sagen muss ist, das der Blick nicht immer so schön auf das Tal war, denn das Biosphären-Reservate gehört zu einem Wiederaufforstungsprojekt. In der Kolonialzeit wurde der Wald radikal abgeholzt, um Holz für den Schiffsbau und Platz für Kaffee Plantagen und Zuckerrohr zu generieren.

Die Franzosen haben ihre Spuren hinterlassen

Im 18. Jahrhundert waren hier die Franzosen mit ihren Kaffeepflanzen eingefallen und haben Sklaven die Plantagen bearbeiten lassen. Allerdings hat sich das auf Kuba nicht so extrem durchführen lassen, wie man es von anderen Ländern kennt, wo die Europäer eingefallen sind.

Heute kann die ehemalige Plantage noch besichtig werden und hat wieder einen großartigen Ausblick auf natürliche Wälder im Mittelgebirge von Sierra del Rosario.

Wir fahren weiter nach Havanna

Siesta können die Kubaner auch, wir haben zwar nicht direkt einen Mittagsschlaf gehalten, doch es war schon sehr entspannt. Ich könnte mir vorstellen, das Kuba für gestresste Manager, die täglich vom Dax getrieben sind, eine ganz besondere Erfahrung sein könnte.

Die können mich gerne ansprechen, wenn das Erlebnis Kuba gefragt ist.

Unser nächstes Ziel ist Havanna, wo wir in einem Hotel am Malecon übernachten werden, dort sind wir am Ankunft der Kuba Tour schon gewesen.

Kuba ist für gestresste die perfekte Oase zum runterfahren.
Auszeit: Kuba ist für gestresste Biker die perfekte Oase zum runterfahren.

Jetzt wollen wir die Gegend von Sierra del Rosario verlassen und fahren über die Landstraße in Richtung kubanische Autobahn, um den direkten Weg nach Havanna zu nehmen.

Über Land in der Gegend von Sierra del Rosario auf den Harleys unterwegs
Über Land in der Gegend von Sierra del Rosario auf den Harleys unterwegs

Die Street Bob macht Spaß

Ich bin lange nicht mehr solange enspannt unterwegs gewesen. Die Street Bob macht wirklich einen guten Dienst, es ist zwar nicht gerade die neueste Harley, aber sie hat Charakter und einen guten Sound, das gefällt mir und passt irgendwie zu diesem ganzen Scenario.

Die kubanische Autobahn in Richtung Havanna.
Die kubanische Autobahn in Richtung Havanna.

Auf den langen geraden der Autobahn hinterlassen wir die Spur unserer Reise, völlig entspannt geht es geradeaus. Links und rechts die Zuckerrohrfelder und was hier sonst noch alles so angepflanzt wird, das ist echt ein bunter Garten von Gemüse, Tabak und Obstbäumen.

Wir kommen vom Westen in die Hauptstadt rein gefahren, ich bin immer wieder überrascht, wie gut das Zusammenspiel von Pferdekutschen, LKWs, alten Autos und Motorrädern funktioniert.

Hier nimmt jeder auf jeden Rücksicht, man muss natürlich trotzdem sehr aufpassen, denn eine für uns eher untypische Situation kann schnell entstehen, wenn plötzlich ein Ochse quer über die Straße läuft und gerade auf dem Land muss man besonders auf freilaufende Hühner und Pferde achten.

Wir sind am Melia Cohiba Hotel am Malecon in Havanna angekommen
Wir sind am Melia Cohiba Hotel am Malecon in Havanna angekommen

Wir sind zurück am Malecon in Havanna

Wir sind an unserem Hotel angekommen, nach einer Tagesetappe von ungefähr 230 Kilometern und dem, was wir alles erlebt haben, sind wir gut drauf. Am Abend gehen wir gemeinsam noch was essen und werden den Abend bei ein paar Cristal Bieren ausklingen lassen.

Das coole US Cabrio werden wir später noch einmal wiedersehen werden
Das coole Cadillac Cabrio werden wir später noch einmal wiedersehen werden

Die Autos sind einfach zu cool, dieses Cabrio haben wir uns für später organisiert, wenn wir das nächste Mal in Havanna zurück sind.


0